Fulda. Auch in diesem Jahr war die Energie- und Klimaschutzpolitik wieder ein weltweites Dauerthema. Dramatische Ereignisse förderten in 2011 die öffentliche Wahrnehmung und Brisanz des Themas: Unruhen und Umstürze in den arabischen – Erdöl fördernden – Ländern wie Libyen, der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima und die Energiewende der Bundesregierung.
Energiesparen ein wichtiger Baustein in der Energiewende
„Wir haben gerade in diesem Jahr wieder mit der Energiesparwoche das Interesse vieler geweckt und konnten mit über 30 Einzelveranstaltungen an 14 verschiedenen Veranstaltungsorten in Fulda, Eichenzell und Hofbieber den Menschen wichtige Tipps zum Thema Energie und Umweltschutz geben“, resümiert Fuldas Stadtbaurätin Cornelia Zuschke.
Zuschke freute sich über den großen Erfolg der Veranstaltungen. „Die 32 Mitglieder des Arbeitskreises Energiesparen Fulda“ sind durchweg mit der Besucherresonanz zufrieden“. Die Themenvielfalt und die Komplexität des Angebotes spiegelte jedoch auch die Unterschiedlichkeit der Besuchernachfrage wider. Vorträge und Ausstellungen mit dem Leitsatz „Heiz- und Systeme zur Warmwasserbereitung“ waren in diesem Jahr besonders gut besucht. Christina Veldung von der GWV berichtete gerade im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung und der neuen Mini-BHKWs für Ein- und Zweifamilienhäuser eine verstärkte Nachfrage. „Die Interessierten informierten sich genau und fragten nach. Dies zeigt uns, dass das Thema in der Region angekommen ist“, so Veldung.
Energetische Gebäudesanierung als Zukunftsthema
Einen weiteren Schwerpunkt sahen die Veranstalter im Bereich der energetischen Sanierung des Haus-Altbestandes. Gestiegene Energiekosten machen gerade ein Handeln bei den älteren Häusern notwendig. Dass dieses nicht mit „kleinem Geld“ zu machen sei, unterstreicht auch Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller. „Wir sanieren zur Zeit unser Stadtschloss und das Kanzlerpalais energetisch. Ich weiß, was die Stadt hier aufzuwenden hat. Altbauten auf einen angemessenen Stand zu sanieren ist eine Herkulesaufgabe“, so der OB. Dennoch sehen die Mitglieder des Energiekreises, dass dies eine Notwendigkeit der nächsten Jahre ist. „Die Besucherzahlen sprachen für sich. Unsere Veranstaltungen in Bezug auf die Altbauten waren in diesem Jahr der Renner“, so Axel Horst.
Junge Generationen zukünftig im Focus
Dankbar zeigten sich die Verantwortlichen auch in Bezug auf die Beteiligung der jungen Generationen. „Die folgenden Generationen werden vom Klimawandel besonders getroffen werden. Somit ist es nur folgerichtig, dass sie sich den Notwendigkeiten stellen“, gibt OB Möller zu bedenken. Erfreulich ist, dass die Energiesparwoche fester Bestandteil manches Schulunterrichts wurde. „Dies ist jedoch gerade bei den Stufen ab dem 8. Jahrgang ausbaubar“, gibt die Stadtbaurätin zu bedenken: „Wir haben festgestellt, dass gerade die Schulstufen 5-8 aktiv sind, unser neues schulpädagogisches Arbeitsmaterial spricht alle Klassen an“.
Abschließend zogen alle Verantwortlichen ein positives Fazit der 18. Energiesparwochen in Fulda. „Mit ca. 5.000 Besucherinnen und Besuchern können wir sehr zufrieden sein und es zeigt uns die Aktualität der Veranstaltungs- und Vortragsthemen. Einen besonderen Dank möchte ich an alle Referenten und an das Vorbereitungsteam richten“, betonte Oberbürgermeister Möller. (hm)