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Großartiges Gemeinschaftserlebnis Diözesan-Chorfahrt nach Rom

Fulda. Von der Abfahrt im Bistum bis zur Rückkehr dürfen die Sänger das tun, was sie am liebsten machen: Singen. Möglich wird dies durch einen Sonderzug, der bei der Diözesanwallfahrt der Chöre eingesetzt wird. Reiseveranstalter Hans-Albert Courtial (Elz) und Diözesankirchenmusikreferentin Edith Harmsen informierten im Fuldaer Bonifatiushaus Interessierte über die geplante Reise vom 19. bis 25. Oktober 2012 in die Ewige Stadt.

Im Sonderzug sind – anders im Linienflugzeug – die Chormitglieder unter sich. Zeit genug also zum gemeinsamen Singen. Der Sonderzug startet in Kassel. Über Fulda, Flieden, Würzburg und den Brennerpass führt die Fahrt auf dem Schienestrang bis nach Rom. „Das wird ein großartiges Gemeinschaftserlebnis – schon im Zug“, erklärt Courtial den Unterschied zu einer Flugreise. Er weiß, wovon er spricht. Als Mitglied eines Kirchenchors hat er schon selbst solche Fahrten mitgemacht und über Jahrzehnte zahlreiche organisiert. Als eine Frau darauf hinweist, dass sie 1981 schon einmal mit ihm eine Chorwalfahrt von Fulda nach Rom mitmachte, erinnerte sich Courtial: „Prälat Heribert Abel hat die Fahrt damals mit begleitet.“

Im Zug und später auch in Rom ist diesmal Weihbischof Karlheinz Diez mit dabei. Rom ist für ihn vertrautes Terrain. Er studierte an der päpstlichen Universität Gregoriana Theologie und empfing 1978 in Rom die Priesterweihe. Bischof Heinz Josef Algermissen kommt ebenfalls für zwei Tage in die Ewige Stadt.

Höhepunkte der Wallfahrt sind – neben der Papstaudienz mit Benedikt XVI. – drei Gottesdienste: Zwei Messen finden in der Lateranbasilika und in Santa Maria Maggiore statt, eine abendliche Vesper wird in St. Paul vor den Mauern gefeiert. „In diesen Basiliken mit ihrer Atmosphäre zu singen, ist faszinierend“, sagt Courtial. Seine Tochter Nicole fügt hinzu, dass auf Plakaten in Kirchen Roms auf diese Gottesdienste mit Chorgesang hingewiesen wird.

Bei den Quartieren können die Teilnehmer wählen. Bei Übernachtungen in Gasthäusern im Vatikan, die von Schwestern geführt werden, beläuft sich der Reisepreis auf 895 Euro. Bei Unterbringung in hotelähnlich geführten Gästehäusern liegt er bei 995 Euro. Hierzu erläuterte Courtial, wenn man den Teilnehmern zentral gelegene Quartiere sowie qualifizierte Reiseleiter für jede Gruppe zur Verfügung stellen wolle, habe dies seinen Preis, der sich aber lohnt. Unterkünfte außerhalb der Stadt seien billiger. Aber dann müsse man mehr Zeit für Fahrten einplanen, was wiederum Auswirkungen auf das Programm habe.

Was kann man tun, wenn für ein Chormitglied der Preis zu hoch ist? Hierzu sagte Courtial: “Ich habe in Rom einen amerikanischen Kirchenchor getroffen. Die Fahrt wurde komplett von der Pfarrei bezahlt – als Dankeschön für den Dienst, den der Chor für die Gemeinde leistet.” „Wer mitfahren will, kann sich bis 31. Januar anmelden“, erklärt Harmsen. Auch Angehörige oder Freunde von Chormitgliedern, die selbst nicht singen, seien willkommen. Apropos Anmeldungen: Am Ende des Infoabends füllte eine Teilnehmerin umgehend ein Anmeldeformular aus und gab es einer Mitarbeiterin Courtials (Text + Foto: Hans-Joachim Stoehr)

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