Kalbach. 300 verschiedene Wirkstoffe in 20.000 Arzneimittelverpackungen kann man in einer Apotheke wieder finden, wie sie am vergangenen Mittwoch von neun Schülern der Wernher- von- Braun Schule im Rahmen der AG- Schulsanitätsdienst besucht wurde.
Zunächst bringt Apothekerin Frau Landmann, Inhaberin der Kalbach-Apotheke, den Schülern die Aufgaben ihrer Arbeit näher und schon bald merken die Schüler, dass in diesem Betrieb nicht nur Medikamente verkauft oder auf Rezept abgegeben werden, sondern man auch Arzneimittel selbst herstellt.
Da für manche Patienten die handelsüblichen Medikamente zu hoch dosiert oder Zusatzstoffe unverträglich sind, ist es auch die Aufgabe eines Apothekers Cremes, Zäpfchen oder Kapseln selbst herzustellen, was den Schülern anschaulich vermittelt wurde. Eine umfangreiche Beratung gehört nach Angaben von Frau Landmann mit zu den Hauptaufgaben eines guten Apothekers.
Was ein „Arzneimittel“ ist, welchen Weg es von der Forschung bis zum Verkauf geht, welche unterschiedlichen Wirkungen und Darreichungsformen von Medikamenten es gibt erklärte sie den Schülern sehr anschaulich anhand des bekannten Arzneimittels „Aspirin“.
Bei einem Blick in die zahlreichen Schubladen der Apothekenschränke erkennen die Schüler, dass es eine sehr große Verantwortung ist, das richtige Medikament in der verordneten Dosis an die Patienten abzugeben.Im Labor der Apotheke bekommen die Schüler, anhand einer Teeprobe gezeigt, wie angelieferte Ware vor dem Weiterverkauf erst noch einmal untersucht wird, um die angegebene Qualität zu überprüfen, bevor die Ware an Kunden abgegeben wird.
Nach dem Frau Landmann noch einige organisatorische Dinge aus dem Apothekenalltag mitgeteilt hatte, erklärt sie den Schüler auch wie man Apotheker wird oder welche Berufszweige es noch gibt um in dieser Branche zu arbeiten.
Gut informiert über das Apothekenwesen, bedanken sich die Schüler und ihre Kursleiterin Frau Benkner, bei Frau Landmann, für zwei sehr interessante Fortbildungsstunden. Diese neu gewonnenen Informationen werden sicherlich bei der weiteren Tätigkeit im Schulsanitätsdienst, sehr hilfreich sein. (Gaby Benkner)
