Poppenhausen. Zahlreiche Informationenstände, interessante Vorführungen und Fachvorträge standen auch in diesem Jahr im Mittelpunkt des Rhöner Brennholz- und Solartages. Poppenhausens Bürgermeister Manfred Helfrich konnte in diesem Jahr zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Staatssekretär Mark Weinmeister vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, den Vorsitzenden des Fuldaer Kreistages Franz Rupprecht (CDU), den Landesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Hessen Edwin Balzter, den neuen Leiter der Verwaltung des hessischen Teil des Biosphärenreservats Rhön Torsten Raab und als Vertreter des Mitveranstalters Hessen-Forst den Leiter des Forstamtes Hofbieber Forstdirektor Adalbert Fischer begrüßen.
Das Land Hessen habe sich zum Ziel gesetzt, in den nächsten neun Jahren rund 20 Prozent des Energiebedarfs in Hessen aus erneuerbaren Energien zu decken. Dazu zähle als Biomasse vor allem Holz als wichtigste regenerative Energie, betonte Staatsekretär Mark Weinmeister. Holz sei aber nicht einfach vermehrbar. Deshalb werde schon seit über zwei Jahrhunderten im hessischen Forst nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit vorgegangen, was bedeute, dass man in einem Jahr nicht mehr Holz entnehmen könne als es im gleichen Zeitraum nachwachse. Er empfahl zudem, das Thema „Wärmedämmung“ zur Reduzierung des Energieverbrauchs noch mehr in zukünftige Brennholztage mit einfließen zu lassen.
Kreistagsvorsitzender Franz Rupprecht, der auch die Grüße von Landrat Bernd Woide übermittelte, lobte die Gemeinde Poppenhausen, dass sie den Brennholztag um den Bereich Solartechnik erweitert habe, wodurch die Regionalmesse eine noch größere Dimension in Sachen alternative Energiegewinnung erfahren habe. Die Solartechnik gewinne zunehmend neben dem Holz, als Alternative zu den immer teurer werdenden fossilen Brennstoffen, als Energielieferant an Bedeutung, so Rupprecht.
Neben den zahlreichen Infoständen und Fachreferaten stießen vor allem die Vorführungen auf großes Interesse. Ein Holzhäcksler, der mehr als 50 cm starke Stämme zu Hackschnitzeln verkleinerte, ein Scheitholz produzierender Sägespaltautomat und die anschließende automatische Verpackung des Scheitholzes in Schüttraummetergrößen sowie das Holzschnitzen von Henning Laarmann mit seiner Kettensäge waren die Hauptattraktionen.
Auch das Biosphärenreservat Rhön war auf der regionalen Fachmesse in Poppenhausen mit einem Informationsstand mit Klimaausstellung vertreten. Staatssekretär Mark Weinmeister lobte bei seinem Besuch am Stand des Biosphärenreservats Rhön die vielfältigen Initiativen, die dem Klimaschutz und damit dem Natur- und Umweltschutz zugute kommen. Das Biosphärenreservat Rhön hat zudem einen Wettbewerb „klimafreundliches Haus“ ausgerufen, für den bis zum 31. Mai die entsprechenden Unterlagen eingereicht werden können. Informationen hierzu erteilt die Hessische Verwaltungsstelle im Groenhoff-Haus auf der Wasserkuppe.
Foto: Carsten Kallenbach