Flieden. Die neue achtköpfige SPD-Fraktion Flieden, davon 4 Frauen, hat in ihrer konstituierenden Sitzung den langjährigen Fraktionsvorsitzenden Winfried Möller einstimmig zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Ebenso einstimmig wurden seine beiden gleichberechtigten Stellverstreter Stefan Schaub und Dirk Leitschuh, die Schatzmeisterin Gabriele Heil und der Schriftführer Mark Bagus gewählt. Als Beigeordnete werden Horst Vormwald und Mark Bagus ihre bisherige Tätigkeit im Gemeindevorstand wieder aufnehmen. Neben Gabriele Heil und Renata Schirmer sind Elisabeth Schäfer und Gerhard Fuchs aus Rückers und Gerlinde Hartmann aus Stork neu in der Fraktion.
Ihren Mandatsverzicht haben Heike Schneider aus gesundheitlichen Gründen, Michael Barth wegen Wohnortwechsel und Peter Auth wegen seiner neuen Aufgabe als Rückerser Ortsvorsteher erklärt. „Trotz einer Vielzahl guter, zukunftsorientierter Initiativen in den vergangenen fünf Jahren sind ein Großteil unserer Wählerinnen und Wähler von der Wahlurne ferngeblieben bzw. haben ihre Stimmkreuze an anderen Stellen gemacht“, erläutert Fraktionschef das schlechte Abschneiden seiner Partei. „Dank unseres Engagements in Umweltthemen konnten wir bisher jedoch zumindest eine weitere Liste auf kommunaler Ebene verhindern“, so die einhellige Auffassung der Fliedener SPD. Es gilt auch und gerade im Hinblick auf die im nächsten Jahr anstehende Bürgermeisterdirektwahl unsere Wählerinnen und Wähler davon zu überzeugen, dass wir keine „große Koalition“ unter einem SPD-Bürgermeister praktiziert haben, sondern stets, auch manchmal gegen seinen Willen eine eigenständige allein an den sozialen Interessen und Belangen des sogenannten „kleinen Mannes“ orientierte Meinung kompetent und kämpferisch vertreten haben, heißt es in der Pressenotiz weiter.
„Nur so können wir uns von dem negativen Image eines „Bürgermeisterwahlvereins“ lösen und unsere Wählerinnen und Wähler wieder an die Wahlurnen zurück holen“, fährt Möller fort und betont abschließend dazu dass die SPD auch von keinem „Bürgermeister-Bonus“ profitiert habe.
“Die Politikfähigkeit der Mehrheit werden wir daran messen, ob es ihnen gelingt, ihre Klientel von der Wichtigkeit einer Gesamtumlegung und damit einem Geldfluss von annähernd 2 Millionen von der EU, dem Bund und dem Land Hessen für die Flurbereinigung und damit zur nachhaltigen Entlastung künftiger Gemeindehaushalte zu überzeugen und Fliedens Zukunft durch eine positive Bescheidung abgelehnter SPD-Anträge – insbesondere im Hinblick auf den demographischen Wandel -langfristig zu sichern“, so Fraktionschef Möller am Ende wörtlich.
Das Foto zeigt von links: Gabriele Heil, Horst Vormwald, Renata Schirmer, Stefan Schaub, Elisabeth Schäfer, Gerhard Fuchs, Mark Bagus, Gerlinde Hartmann, Dirk Leitschuh und Winfried Möller