Fulda. Die große Kleidersammlung zugunsten der „Aktion Brasilien“ findet in der Region Fulda (Landkreis) am Samstag, 9. April, statt. Die Abholung der Kleider- und Schuhpakete erfolgt in der Regel ab 8 Uhr durch die örtlichen Sammelgruppen. Vielerorts sind zentrale Sammelstellen eingerichtet. Es wird darum gebeten, auf die örtlichen Informationen in den Aushängen und Mitteilungsblättern zu achten. Die Kleidersäcke sollten bis 8 Uhr an den Fahrstraßen bereitstehen. Die Bewohner zurückliegender Häuser werden gebeten, die Kleidersäcke an die nächstgelegene Fahrstraße zu stellen oder an den örtlich bekannten Sammelstellen abzugeben.
Die Kleider- und Schuhspenden sollen gut verpackt, vor allem zugeschnürt, bereitstehen. Die Fahrzeuge können aus zeitlichen Gründen nur einmal durch jede Straße fahren. Gesammelt werden besonders noch tragfähige Kleidung, Bett- und Haushaltswäsche, Decken und Textilien aller Art, sowie noch tragfähige Schuhe, die paarweise zu bündeln sind. Das zentrale Sammelbüro der „Aktion Brasilien“ ist am 9. April unter der Rufnummer Tel. 0661/10000 in Fulda zu erreichen.
Damit Menschen besser leben können!
Zum 39. Mal werden wieder viele Helfer für die „Aktion Brasilien“ in den Straßen der Städte und Gemeinden unterwegs sein. Sie engagieren sich gegen die Benachteiligung der ärmeren Bevölkerungsschichten in den unzähligen Entwicklungsgebieten unserer Erde. Die „Aktion Brasilien“ ist eine Gemeinschaftsaktion von Pfarrgemeinden, Jugendgruppen, und katholischen. Verbänden wie KAB und Kolping zur Unterstützung der weltweiten Sozial- und Entwicklungsarbeit. Seit 1973 die Aktion mit großem Engagement durchgeführt, das Kolpingwerk hält die Federführung inne. Seit Beginn der „Aktion Brasilien“ wurden ca. 20.000 Tonnen Altkleider gesammelt und ein Erlös von rund fünf Millionen Euro erzielt. Mit diesem Geld konnte der Aufbau und der Erhalt unzähliger Sozialprojekte gewährleistet werden.
Mit dem Betrag von 50.000 Euro wurden 2010 insgesamt sechs Projekte in verschiedenen Landesteilen Brasiliens finanziell unterstützt. In Rio de Janeiro wurde ein Ausbildungsprogramm ins Leben gerufen, das nicht nur berufliche Perspektiven schafft, sondern JugendÂlichen Schutz und Unterstützung bietet. Vor allem Mädchen sollen eine Kurzzeitausbildung erhalten und eine Anlaufstelle finden. Ein weiteres Projekt gibt alleinerziehenden Müttern neue Perspektiven durch eine gezielte Förderung. Gemeinsam nehmen die Frauen an Seminaren teil und lernen viel über Gesundheit und Hygiene, was insbesondere ihren Kindern zugute kommt.
Es werden Berufskurse angeboten, damit sie eine Ausbildung erhalten, um zukünftig mehr Geld verdienen zu können. Auch in juristischen Fragen hilft Kolping BraÂsilien den Frauen und leistet psychologische Betreuung. Ebenfalls unterstütze die Aktion Brasilien Sozialzentren für Kinder aus benachteiligten Familien sowie wichtige Koordinatorenstellen im Nordosten, die für die Begleitung der unzähligen Kleinprojekte in diesem Landesteil unerlässlich ist. Wie in jedem Jahr werden auch die Erlöse der „Aktion Brasilien 2011“ an Sozial- und Entwicklungshilfeprojekte gespendet.