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Stadt Fulda investierte rund 550.000 Euro in Erweiterungspavillon an der Rabanus Maurus Schule

Fulda. Dass die Architektur der 60er Jahre eine Reminiszenz in zeitgemäßer Sprache finden kann, mag überraschen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist der Erweiterungspavillon der Rabanus-Maurus-Schule. Rund 550.000,– Euro hat die Stadt Fulda für den dringend benötigten Bau ausgegeben. Der in dunklem Braunton gehaltene Architekturkörper mit seinen orangefarbenen Fenster – ein Nachklang an die ursprüngliche Farbfassung der Schulfenster – greift den wegweisenden Campusgedanken auf, der für die Ausgangsplanung des Schulareals zugrunde gelegen hat. „Dieser Gedanke hat weit über den Stand der 60er Jahre hinaus gewiesen“, unterstrich Architekt Peter Sichau vom ausführenden Architekturbüro Sichau und Walter bei der Einweihungsfeier. Sowohl der Platz als auch der Einzelbaukörper des Pavillons sei die folgerichtige Ableitung des Campusgedankens. Er vermittele Schülerinnen und Schülern jenes Arbeits- und Lerngefühl, das sie später an den Universitäten wiederfinden.

Organismus

„Wir stricken einen Organismus weiter“, so beschrieb Sichau das zugrunde liegende Konzept, das sich an der Architektursprache der 60er Jahre orientiert und sie mit zeitgemäßen Mitteln zum Ausdruck bringt. Einhellig lobte der Architekt wie auch schon zuvor Schulleiter Matthias Höhl und Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller die „harmonische Zusammenarbeit“ aller Beteiligten, den Vertretern der Schule und der Stadt, die durch die beiden Amtsleiter Günther Uhl (Schulamt) und Frank Volmer (Gebäudemanagement) sowie Koordinatorin Cornelia Gieler vertreten wurden. OB Möller hatte seine Rede mit dem britischen Sprichwort „Bauen ist ein süßes Armmachen“ eingeleitet.

Ungeachtet der Tatsache, dass der Bau seinen Preis hat – 550.000 Euro, die im wesentlichen aus Mitteln des Konjunkturprogramms des Landes Hessen stammen – bekräftigte Fuldas Verwaltungschef seine Freude über das gelungene Werk. Mit dem neuen Pavillon werde die über Jahrzehnte hinweg dauernde bauliche Entwicklung der Schule abgeschlossen. Lange hätten die Planer über die Form der Erweiterung nachgedacht. So hatte beispielsweise die Aufstockung des Musikpavillons zur Diskussion gestanden. Doch erst das Konjunkturprogramm habe es möglich gemacht, „ein Stück größer zu denken.“ Aus dem Landesprogramm investierte die Stadt insgesamt rund 830.000 Euro an der Rabanus-Maurus-Schule; neben dem Pavillonbau auch für die Dachsanierung des Musikpavillons sowie die Außenanlage der Schule.

Möller ließ bei der Einweihungsfeier keinen Zweifel daran, dass die Entscheidung neu zu bauen eine „richtige“ war und ist. In Anlehnung an die deutsche Übersetzung des Griechischen „schön und gut“ interpretierte Möller das Gute des neuen Pavillons in seiner gelungenen Mehrzweckfunktion. Das Schöne werde in der Architektur sichtbar. Den Schülerinnen und Schülern wünschte Möller für die Zukunft, dass die Atmosphäre des Raums sich in guten Noten niederschlagen möge.

Richtiger Zeitpunkt

Wie wichtig der Bau für die Schulgemeinde ist, hob Rektor Höhl hervor. Der neue Pavillon schaffe dringend benötigten Unterrichtsraum. Der Doppeljahrgang aus G8 und G9 Schülern trete in die Kursphase ein. Im nächsten Jahr gebe es deshalb einen höheren Raumbedarf, vor allem für Klassen-
und Kursräume. Doch dank seiner Multifunktionalität sollen in Zukunft im Pavillon auch große Konferenzen oder demnächst auch die erste Sitzung des Schulelternbeirats stattfinden können. Aus Höhls Sicht sei mit dem Pavillon ein „idealer Raum für die unterschiedlichsten Veranstaltungszwecke geschaffen worden“.

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