Hünfeld. Das Sonderinvestitionsprogramm Sportland Hessen hat einen gewaltigen Investitionsschub bei Sportstätten in Hünfeld ausgelöst. Insgesamt wurden im Rahmen dieses Programms nach Angaben von Theo Flügel, Stadtrat und Vorsitzender der Sportkommission der Stadt Hünfeld, rund 833.000 Euro für insgesamt zehn Projekte in den zurückliegenden drei Jahren investiert. Mit dem Anbau der HSV-Handballer an der Kreissporthalle in Hünfeld fand dieses Investitionsprogramm jetzt seinen Abschluss.
Aus Landesmitteln flossen im Rahmen dieses Sonderinvestitionsprogramms rund 315.000 Euro, der Kreis beteiligte sich mit über 70.000 Euro und die Stadt Hünfeld mit rund 180.000 Euro. Nach den Worten von Bürgermeister Dr. Fennel hat dieses Sonderinvestitionsprogramm viele Maßnahmen beschleunigt, die schon lange auf der Wunschliste der Hünfelder Vereine standen. So wurde im Bereich der Rhönkampfbahn bereits 2008 eine neue Beregnungsanlage eingebaut. Außerdem wurden Mittel für Sanierungsarbeiten in den Umkleidebereichen zur Verfügung gestellt.
In Rückers hat das Programm die grundhafte Erneuerung des Sportplatzes ermöglicht, der aufgrund seines schlechten Zustandes und der Enge zwischen Seitenlinie und den Banden für die Sportler hohe Verletzungsgefahren barg, wie der zuständige Referent im Ministerium bei einem Ortstermin selbst feststellen konnte. In Roßbach stand die grundhafte Sanierung und Erweiterung des Sportlerheims an; und der Reit- und Fahrverein Hünfeld hat den Fachwerkgiebel der Reithalle saniert und den alten Abreiteplatz durch den Einbau eines Drainagesystems verbessert. Schließlich baute der Reit- und Fahrverein Hünfeld aus diesen Mitteln noch einen neuen Abreiteplatz. Eine kleinere Maßnahme konnte die Spielgemeinschaft Dammersbach-Nüst am Dammersbacher Sportplatz umsetzen. Dort wurde die nördliche Vorplatzfläche erneuert und das Wetterschutzdach vergrößert.
Diese Maßnahmen dienten nicht nur den Fußballern, sondern standen auf der Wunschliste des Vereins auch für Veranstaltungen wie den regelmäßigen Volksläufen. Der Tennisclub 88 Mackenzell konnte für seine beiden Tennisplätze eine Beregnungsanlage aus Mitteln des Programms anschaffen und der SV Hellas Michelsrombach, Abteilung Tennis, nutzte die Gelegenheit, seine beiden Tennis-plätze zu erneuern und einen dritten, nicht mehr gebrauchten Platz „rückzubauen“. Auch der Tennisverein Blau-Weiß Hünfeld nutzte das Programm, um eine Beregnungsanlage zu bauen und verschiedene Sanierungsarbeiten durchzuführen. Mit der Einweihung des Anbaus der HSV Handballer an die Kreissporthalle, der auch dem Schulsport und anderen Hallensportlern dient, fand das Programm in Hünfeld seinen Abschluss. Die eingebrachten Eigenmittel der Vereine in Höhe von fast 320.000 Euro wurden zu einem erheblichen Teil durch Eigenleistungen der Mitglieder und damit durch „Muskelhypotheken“ erbracht. Aus Sicht des Stadtrates machen die hohen Eigenleistungen allerdings auch deutlich, dass diese Projekte für die Vereine sehr wichtig waren.
Parallel zum Sonderinvestitionsprogramm Sportland Hessen wurden auch die Konjunkturprogramme des Landes und des Bundes genutzt, um weitere Investi-tionen der Vereine zu stemmen. So wurden für die fällige Sanierung des Aussichtsturmes in den Freizeitanlagen am Haselsee rund 14 000 € investiert, weitere rund 50 000 € flossen in den Neubau einer Lagerhalle an der Reithalle und den Ausbau des Dressurplatzes. Der SV Michelrombach baute für rund 12 000 € einen neuen Lagerschuppen und ergänzte den vorhandenen Ballfangzaun. Der Tennisclub TC 88 in Mackenzell gab rund 12 000 € für Sanierungsausgaben am Clubhaus aus und auch der Kirchhaseler Sportverein erhielt finanzielle Hilfe für die Verbesserung des Ballfangzaunes in Höhe von rund 17 800 €.