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Einweihung der bilingualen deutsch-russischen Kindertagesstätte in Frankfurt

Frankfurt. Eine große Schar von Eltern, erwartungsfrohen Kindern und Gästen war zur Einweihung der ersten bilingualen Kindertagesstätte „Winnie Puuh“ in Frankfurt-Preungesheim gekommen um das Ereignis bei Spiel, Musik, Tanz und einem „bilingualen Buffet“ zu feiern. Die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler Margarete Ziegler-Raschdorf überbrachte allen Anwesenden die herzlichen Glückwunsche der Hessischen Landesregierung, insbesondere von Ministerpräsident Volker Bouffier und Sozialminister Stefan Grüttner.

„Mit Dankbarkeit und auch Stolz blicken wir bei der heutigen Einweihungsfeier auf diese ganz besondere Einrichtung in ihren großzügig und ansprechend gestalteten Räumen. Ich danke allen Verantwortlichen, die mit Idealismus, Ausdauer und nicht nachlassender Kraft das Ziel ins Auge gefasst, Verbündete gewonnen und – wie wir heute sehen- die Idee einer bilingualen deutsch-russischen Kindertagesstätte in Frankfurt in die Tat umgesetzt haben. Stellvertretend für alle Verantwortlichen, für die Ideengeber und fleißigen Helfer möchte ich Frau Nazarenus-Vetter, Frau Wagner, Frau Dejak und Frau Haupt von der Deutschen Jugend aus Russland besonders hervorheben. Auch der Stadt Frankfurt, vertreten durch Frau Bürgermeisterin Ebeling, möchte ich danken für den Mut, das Neue zu wagen. Gerne habe auch ich mich für die Verwirklichung dieses Projekts eingesetzt“, so die Landesbeauftragte.

Mittlerweile sei es gesellschaftlicher Konsens in Deutschland, dass ein bedarfsgerechtes und hochwertiges Angebot zur Tagesbetreuung von Kindern in allen Altersstufen eine wesentliche Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist und gleichzeitig die Bildungschancen von Kindern verbessert. Die Politik der Hessischen Landesregierung verfolge dieses Ziel mit hoher Priorität. Besondere Bedeutung habe dabei der Ausbau eines die unterschiedlichen Prägungen und Bedürfnisse von Familien und Kindern unterstützenden Angebots für Bildung und Betreuung.

Frau Ziegler-Raschdorf stellte die Frage, warum eine bilinguale – also zweisprachige –  Betreuungseinrichtung sinnvoll sei. Der frühe Erwerb einer zweiten Sprache fördere die allgemeine kognitive Entwicklung aber gleichzeitig auch die Entwicklung der Muttersprache. Sprachkenntnisse eröffneten nicht nur Chancen in Schule und Beruf, sondern unterstützten auch die Entwicklung und Empathiefähigkeit der Persönlichkeit. Die Kinder würden in einer zweisprachigen deutsch-russischen Umgebung gefördert und gefordert.

Dies gebe den Eltern die Gewissheit, dass ihr Kind nicht nur optimal betreut werde, sondern auch früh einen Zugang zur bestmöglichen Bildung habe. Das eröffne den Kindern in der Zukunft gute berufliche Chancen, so könnten sie für unsere Gesellschaft eine wichtige Brückenfunktion hinüber in den russischen Sprachraum einnehmen. Bei allen Problemen, die im Zusammenhang mit dem Thema Integration immer wieder diskutiert würden, sollte  immer auch der Vorteil der Zweisprachigkeit gesehen werden. Er  nutze der Verständigung der Menschen untereinander und diene damit einem friedlichen Miteinander der Nationen und er diene natürlich auch der Wirtschaft und der Wissenschaft.

Die Landesbeauftragte ging auch auf den Träger der Einrichtung, die Landesgruppe Hessen der Deutschen Jugend aus Russland ein. „Die Einbeziehung der Landesgruppe Hessen der DJR ist ein ganz wesentlicher Bestandteil der hessischen Integrationspolitik geworden. Wir sind uns Ihres Engagements bewusst und möchten Sie herzlich bitten, die vielfältigen Aktivitäten zur Eingliederung ihrer Landsleute auch in Zukunft fortzuführen. Hierzu gehört auch der Betrieb der bilingualen deutsch-russischen Kindertagesstätte hier in Frankfurt. Für Ihr Engagement spreche ich Ihnen Dank und Anerkennung der Hessischen Landesregierung aus. Für die Hessische Landesregierung versichere ich, dass Hessen auch in Zukunft ein verlässlicher Partner der Deutschen Jugend aus Russland und ihrer deutsch-russischen Kindertagesstätte sein wird“, so Frau Ziegler-Raschdorf am Ende ihres Grußwortes.

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