Fulda, Frankfurt. Stilecht in einem Frankfurter Programmkino eröffnete die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen eine gemeinsame Kampagne aller Wohlfahrtsverbände für Ausbildung in der Altenpflege. Junge Auszubildende zeigten dabei Filmclips, die sie selbst produziert haben, um ihre Altersgenossen über ihren Beruf zu informieren und darzulegen, warum sie gerne in der Altenpflege arbeiten. Die originellen und teilweise lustigen Kurzfilme sind auf der Portalseite der Kampagne www.voujob-altenpflege.de und auf YouTube zu sehen und zeigen besonders anschaulich, um was es in der Kampagne geht: jungen Menschen das Berufsfeld Altenpflege als abwechslungsreiches Tätigkeitsgebiet mit großer gesellschaftlicher Bedeutung vorzustellen, in dem man einen sicheren Arbeitsplatz mit Aufstiegschancen und Möglichkeiten zur Weiterqualifikation hat.
Der ernste Hintergrund: Angesichts der demografischen Entwicklung steigt der Bedarf an Pflegekräften, und schon bald werden stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste nicht mehr genügend Fachkräfte haben, wenn sich nicht mehr junge Menschen für den Beruf „Altenpfleger“ entscheiden. In einem zweiten Teil der Liga-Kampagne wird es daher auch darum gehen, eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für die in der Altenpflege Tätigen bei Politik und Gesellschaft anzumahnen. Jetzt soll es bis Ende April aber erst einmal um das Berufsfeld selbst gehen.
Auch die Caritas im Bistum Fulda wird daher im Rahmen der Kampagne ihre Einrichtungen für alle Interessierten offen halten. Bereits in der kommenden Woche wird die Leiterin der Caritas Lehranstalt für Altenpflege in Fulda, Gabriele Krieg-Hartmann, zusammen mit anderen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern auf Wunsch die Schulen der Region aufsuchen, um die Tätigkeitsfelder der Altenpflege und die in Frage kommenden Ausbildungsgänge dazu vorzustellen.
Interessierte Schulen aus dem Raum Fulda können dazu Termine vereinbaren (Tel. 0661 / 96280-50). Eine Alternative für die Schulen wäre der Besuch von Schülergruppen in einem der Caritas-Altenpflegeheime, die es in Fulda und Hilders, aber z. B. auch in Eschwege, Stadtallendorf oder Bad Orb gibt. Die Altenpflegeheime sind alle unter www.caritas-fulda.de angeführt (Arbeitsfeld „Alte Menschen“ anklicken), interessierte Schulen können mit den Einrichtungen direkt in Kontakt treten.
„Wir würden uns sehr freuen, wenn viele Schülergruppen unsere Einrichtungen besuchen und sich direkt ein Bild vom Arbeitsfeld der Altenpflege machen würden“, betont der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. „Altenpflege ist ein schöner und wertvoller Beruf, denn Altenpflegerinnen und Altenpfleger sind für unsere Seniorinnen und Senioren gleichermaßen wichtig als Pflegekräfte und Vertraute. Jeder, der in der Altenpflege arbeitet, spürt das viele Positive, das man bei dieser Tätigkeit mit wenigen Handgriffen erreichen kann. Die Caritas im Bistum Fulda“, so Markus Juch, „ist sehr froh, dass die Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen eine gemeinsame Kampagne für die Altenpflege gestartet hat!“