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„Stille Örtchen“ sind sauber

080306_wc.jpgFulda. Die „guten Geister“ sind sie, die Männer des Fuldaer „Stadtservice“. Täglich sind sie überall im Stadtgebiet unterwegs, um dafür zu sorgen, dass Fulda sauber bleibt. Auch die „stillen Örtchen“ haben die Männer fest im Blick. Insgesamt 17 öffentliche WC-Anlagen im gesamten Stadtgebiet betreut das fünfköpfige Toi-Reinigungsteam mit seinen drei Mann und zwei Aushilfen- auch samstags und sonntags.

„Der Zustand und die Sauberkeit der Anlagen ist gut“, berichtet Mario Müller in einer Gesprächsrunde, zu der Fuldas OB Gerhard Möller und Stadtbaurätin Cornelia Zuschke die städtische „Saubermänner“ eingeladen haben, um ihnen einerseits für ihren aktiven und engagierten Einsatz zu danken, aber andererseits auch zu erfahren, wie es um die Sauberkeit im Stadtgebiet bestellt ist.

Erfahrungen

„Wir wollen schlicht und ergreifend hören, welche Erfahrung sie tagtäglich machen“, führt Möller ein und hört von Müller und seinem Team, mit welchen Problemen sie konfrontiert werden. Sie reichen von mutwillig verstopften Klos über Graffiti-Schmierereien in den Toilettenanlagen bis hin zu zerstörten automatischen Türöffnern oder Shisha rauchenden Benutzern. Dennoch hat das Team die Orte ihres Wirkens „fest im Griff“. „Wir bekommen viel Lob von Gästen, vor allem auch ausländischen, die sich über die sauberen WC’s in der Innenstadt freuen“, sagt Müller. Vor allem die Innenstadt liegt ihm und seinen Männern sehr am Herzen, denn sie ist mit öffentlichen Toiletten in Pikobello-Zustand „Visitenkarte“ für alle, die aus oder nach Fulda kommen.

Viel gebracht

Viel hat die Einführung des „Stadtservice“ gebracht. In den zurückliegenden 13 Monaten sind bei den Mitarbeitern, die unter anderem das Umwelttelefon betreuen und Nahtstelle zwischen Bürger und Verwaltung sind, 431 Meldungen über „wilden Müll“ eingegangen und rasch durch die „städtischen Saubermänner“ erledigt worden. Während in all diesen Fällen der „Stadtservice“ selbst aktiv geworden ist, beobachtet und gereinigt hat, hat Jürgen Peter vom städtischen Rechts- und Ordnungsamt häufig mit Beschwerden von Stadtbewohnern zu tun.

Peter, der für die Aktion „Saubere Stadt“ verantwortlich ist, geht mit den dem städtischen Gartenamt zugeordneten Kollegen Hinweisen auf wilde Müllentsorgung oder Verschmutzungen nach. In 28 Fällen konnten die Verursacher ermittelt und sogar Bußgeldverfahren eingeleitet werden. Aber auch die Mitarbeiter des Teams des „Stadtservice“ werden von den Fuldaern angesprochen. „Das ist auch das Ziel unserer Initiative gewesen“, formuliert Fuldas OB, der zugleich eine in der Runde geäußerte Anregung aufgreift, beispielsweise die Fahrzeuge der Toilettenreinigung noch deutlicher als Stadtserviceeinheiten erkennbar zu machen, damit eine unmittelbare Ansprache durch Betroffene erfolgen kann.

Möller und Zuschke sind sich einig, dass die Erkennbarkeit des „Stadtservices“ und seiner Fahrzeuge unerlässlich ist, „damit man weiß, an wen man sich wenden muss.“ Insgesamt sind beide zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis der Arbeit. Beide appellieren an all diejenigen, die Verschmutzungen beobachtet haben, sich ans Umwelttelefon (Tel.: 0661/102-1775) oder unmittelbar an die Männer des Stadtservices (Tel.: 0661/102-1877) zu wenden.

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