Fulda (hm). Der Winter hat in diesem Jahr früh und stark eingesetzt, dies macht vielen Bürgerinnen und Bürgern sowie den Verkehrsteilnehmern zu erheblich schaffen. Die Medien berichten tagtäglich von Sperrungen, Flugausfällen, einem gewissen Verkehrschaos und hohen Schneebergen.
Aufgrund der Erfahrungen aus den letzten Jahren, hat die Stadt Fulda für dieses Jahr gut vorgesorgt. Der Deponieraum für Streusalz wurde durch bauliche Maßnahmen erheblich erweitert. Zudem wurde die Bevorratung von Salz frühzeitig vorgenommen und nach jedem erfolgten Winterdiensteinsatz zeitnahe Salz nachbestellt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Betriebsamtes der Stadt waren sich sicher, dass sie für einen harten Winter gerüstet waren.
„Hiobsbotschaft“ vom Salzlieferanten
Nun erreichte die Stadt eine Art „Hiobsbotschaft“ vom größten Salzlieferant, der ESCO einer Tochter der K+S GmbH aus Kassel. „Die ESCO (European Salt Company) hat ab sofort jede Salzlieferung für städtische Betriebshöfe eingestellt und bis zum Ende der Wintersaison auch keine weiteren Lieferungen in Aussicht gestellt“, dies teilt Stadtbaurätin Cornelia Zuschke heute Morgen mit.
Aufgrund dieser Tatsache wird die Stadt Fulda hinsichtlich der Winterdienstplanung – wie viele andere auch – zur maßvollen Steuerung gezwungen. Der Einsatz von Streusalz kann nun nicht mehr im gewohnten Maße erfolgen. Da weder Angaben über die Intensität oder über die Dauer des anhaltenden Winters gemacht werden können, muss das Betriebsamt sorgfältig und sparsam mit dem Salzvorrat umgehen. Somit kann zukünftig bei besonders gefährlichen Situationen, wie zum Beispiel plötzlich auftretendes Glatteis, eine notdürftige Salzstreuung garantiert werden.
Zuschke teilt mit, dass das Betriebsamt der Stadt Fulda zukünftig in einigen Bereichen ergänzend zum Salz Basaltsplitt als Streumittel verwenden wird. Zudem wird die generelle Verwendung von Streumitteln (Salz und Splitt) reduziert. Die Maßgaben des Gesetzgebers, dass lediglich gefährliche und verkehrswichtige Straßen geräumt und gestreut werden müssen, werden nach wie vor noch erfüllt. „Wir werden auch versuchen, darüber hinaus tätig zu sein, können aber den umfassenden freiwilligen Winterdienst nicht mehr gewährleisten“, so die Stadtbaurätin.
Dringlichkeit und die Verkehrssicherheit entscheiden
Generell wurden bisher Straßen der ersten und zweiten Dringlichkeit geräumt und gestreut, sowie Straßen der dritten Dringlichkeit nachrangig geräumt, bzw. nach Bedarf auch gestreut.
Bitte und Dank an die Bevölkerung
Aufgrund des harten Winters bittet die Stadtbaurätin die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis, dass Straßen im Stadtgebiet, die bisher noch asphaltsauber geräumt und gestreut wurden, zukünftig nur noch geräumt werden und teils schneebedeckt bleiben. Dies wird leider Straßen aller Kategorien betreffen.
Zuschke bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis und Vorsicht, gegenseitige Hilfe, Rücksichtnahme, damit wir alle gemeinsam den harten Winter 2010/2011 bewältigen. Abschließend dankt die Stadtbaurätin den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Betriebamtes für den ständigen Einsatz zur Bewältigung der Schneemassen.