Fulda. Mehr als 150 Zuhörerinnen und Zuhörer haben in dem bis auf den letzten Platz besetzten Businessclub von Dr Al-Hami eine gelungene Vortragsveranstaltung zum Thema Osteoporose auf den Punkt gebracht erlebt. Nach der Einführung und Begrüßung von Dr Al-Hami erläuterte Dr. Wolfgang Zeckey, Facharzt für Orthopädie und Osteoporosespezialist aus Fulda das Thema Diagnostik und Prävention einer der wichtigsten Volkserkrankungen unserer Zeit. Nach Schätzungen sind derzeit etwa 7 Millionen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland von der Osteoporose betrofen, aber immer noch wird ein Großteil gar nicht diagnostiziert oder behandelt.
Die Osteoporose ist eine Knochenstoffwechselerkrankung, welche vor allem bei Frauen auftritt. Aber auch jeder dritte Mann ist inzwischen von Osteoporose betroffen. Lange Zeit bleibt die Osteoporose stumm, d. h. die Betroffenen merken nichts von ihrer Erkrankung. Aus diesen Gründen kommt der Vorbeugung und vor allem dem rechtzeitigen Erkennen der Erkrankung eine herausragende Bedeutung zu.
Osteoporotische Brüche treten in erster Linie an der Wirbelsäule als Kompressions- und Sinterungsfrakturen und an der Hüfte als Schenkelhalsfrakturen auf. Aber auch die Handgelenke sind bei einem Sturz erheblich gefährdet. Durch die Frakturen kommt es zu deutlichen Einschränkungen der Lebensqualität. Viele Betroffene bleiben in ihrer Mobilität und Selbstversorgungsfähigkeit dauerhaft eingeschränkt. Oft drohen Immobilität und Pflegebedürftigkeit.
Bereits durch das Ernährungs- und Bewegungsverhalten in der Kindheit und im Erwachsenenalter kann man der Osteoporoseentwicklung entgegentreten, so der Spezialist des Osteoporose-Diagnostik Zentrums (www.odz-fulda.de) Fulda. Seit vielen Jahren werden hier Risikofaktoren der Osteoporose ermittelt und durch eine gezielte Knochendichte-messung an der Wirbelsäule und beiden Hüftgelenken das Frakturrisiko bestimmt.
Schon 30 Minuten gezieltes Training zwei bis dreimal pro Woche haben positive Effekte auf den Knochen und die Muskulatur, positiv ist dabei sowohl das Wandern, Spazieren gehen oder auch die Gartenarbeit zu nennen. Jede sportliche Aktivität und auch körperliche Betätigung sollte der individuellen Leistungsfähigkeit angepasst werden.
Sarah Müller Physiotherapeutin aus der Praxis Meissner Helmkamp Lindemann und Osteoporose Bewegungsexpertin lockerte mit gezielten Übungen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf. Frau Müller wird ab September das Funktionstraining Osteoporose im Gesundheitszentrum Münsterfeld leiten ( www.gzm- fulda.de).
Im Anschluss wurden zahlreiche Fragen aus dem Publikum geklärt und eine Anschlussveranstaltung in Aussicht gestellt. Der frisch aus der Druckerpresse stammende Ratgeber Osteoporose auf den Punkt gebracht (2.Auflage) wurde am Abschluss der Veranstaltung allen Interessierten ausgehändigt. Der Ratgeber kann ebenfalls kostenfrei in der Praxis vor dem Peterstor abgeholt werden. Die Teilnehmer  dankten mit einem langanhaltenden Applaus sowohl dem Veranstalter als auch den Referenten.