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Musikverein Petersberg plant Gründung eines Jugendorchesters

080220_musik2.jpgPetersberg. Einfach mehr als „nur“ Blasmusik – so lautet der Slogan des Musikvereins Petersberg, der in Bezug auf seine Gründung im Jahr 1899 auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Für den Vorstand und die Mitglieder ist dies aber noch lange kein Grund, sich darauf auszuruhen. Deshalb plant der Verein, sich zukünftig noch stärker für die Jugendarbeit zu engagieren.

Die meisten Musiker des Blasorchesters verdanken ihre Ausbildung dem Verein, der auch hier auf viele Jahrzehnte eigene Erfahrungen zurückblicken kann. So gibt es z.B. kaum einen Klarinettisten, der nicht bei Ewald Aschenbrücker dieses Instrument erlernt hat, der seit über 40 Jahren Mitglied in dem Verein ist. Tradition und Kontinuität hat einen hohen Stellenwert bei den Petersbergern.

Neue Projekte und Ideen scheuen die Hobbymusiker allerdings keines Wegs. Das zeigt auch das Repertoire des Musikvereins. Moderne Konzertmusik oder Medleys bekannter Rock- und Popgruppen stehen ebenso auf dem Programm des Orchesters wie klassische Blasmusik. Da die Arbeit mit Nachwuchsmusikern schon immer höchste Priorität hatte wundert es kaum, dass nun die Gründung eines Jugendorchesters geplant ist.

080220_musik1.jpg„Der Wunsch hierfür besteht schon lange“, erklärt der 2. Vorsitzende Hubertus Semmler, der selbst als Jugendlicher vor vielen Jahren Mitglied in dem Verein wurde. Nun ergab es sich, dass Thomas Witzel, der bereits als Dirigent in Schmalnau und Rothemann tätig war, dieses Projekt als musikalischer Leiter unterstützen wird. Ihm zur Seite steht, neben den erfahrenen Mitgliedern des Musikvereins Petersberg, die angehende Abiturientin und Saxophonistin Mira Schmitt.

Sie hat ihre musikalische Ausbildung ebenfalls bei dem alteingesessenen Verein absolviert und freut sich darauf, zusammen mit Thomas Witzel der Herausforderung zu stellen und das Jugendorchester von Anfang an mit aufzubauen und zu betreuen.

„Die Interessen haben sich bei jungen Menschen in den letzten Jahren stark verändert, was viele Vereine durch Mitgliederrückgänge spüren“, stellt der langjährige 1. Vorsitzende und Dirigent Werner Schmitt fest. Deshalb sei es wichtig, auch auf die „traditionellen“ Freizeitmöglichkeiten wie Sport- und natürlich auch Musikvereine hinzuweisen.

„Der Computer und die Playstation haben sicherlich ihre Berechtigung in der heutigen Zeit. Doch auch das Gemeinschaftsgefühl und die ehrenamtliche Tätigkeit im Verein sind für die persönliche Entwicklung von enormer Bedeutung“, gibt Schriftführerin Heike Herr zu bedenken, die selbst Mutter von zwei Töchtern ist und das Freizeitverhalten junger Menschen gut einschätzen kann.

Der Musikverein Petersberg hat sich nun dazu entschlossen in die „Vollen“ zu gehen und für dieses kreative Hobby zu werben. Eine Arbeitsgruppe, die sich seit einem halben Jahr regelmäßig trifft, hat nun eine große Werbekampagne gestartet und am 23. Februar 2008 wird um 14 Uhr ein Informationsnachmittag im Nikolaus-von-Flüe-Haus am Petersberg (bei der Rabanus-Maurus-Kirche) veranstaltet.

Unterstützt werden die engagierten Musikerinnen und Musiker von der Musikschule der Stadt Fulda und dem bekannten Musikhaus Mollenhauer, die als Partner dem Petersberger Verein schon länger zur Seite stehen. Neben Informationen zu unterschiedlichen Musikgruppen, wie Flötengruppe, Jugendorchester, Wallfahrtsmusiker und Stammorchester, haben die Interessenten auch die Möglichkeit, Blasinstrumente direkt vor Ort auszuprobieren. Weitere Informationen stehen auf der neu gestalteten Webseite des Musikvereins Petersberg 1899 e.V. unter www.musikverein-petersberg.de bereit.

Der Vorstand des Musikvereins Petersberg (Sven Haustein, Heike Schneider, Hubertus Semmler, der 1. Vorsitzende Werner Schmitt zusammen mit Mira Schmitt und Dirigent Thomas Witzel, v.l.n.r.)

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