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Ehrenamtlicher Einsatz der THW-Mitglieder gewürdigt

Hünfeld. Die Bedeutung des ehrenamtlichen Einsatzes von Mitgliedern des Technischen Hilfswerks (THW) für Menschen in Notsituationen hat die traditionelle Barbarafeier der drei THW-Ortsverbände Hünfeld, Fulda und Neuhof im Bonifatiuskloster geprägt. Nach einem Gottesdienst in der Klosterkapelle, den Pater Martin Wolf OMI zelebrierte, standen der Rückblick auf vielfältige Aktivitäten im Mittelpunkt. Zuvor jedoch segnete Pater Wolf das neue Mannschaftsfahrzeug des THW-Ortsverbandes Fulda. Während seiner Predigt hatte er den helfenden Charakter des THW unterstrichen. „Ihr seid eine Bereicherung für den Landkreis“, rief Pater Wolf den THW-Mitgliedern zu.

THW-Kreisbeauftragter  Michael Hohmann konnte Kommunalpolitiker ebenso begrüßen wie Vertreter anderer Hilfsorganisationen.  Konstantin Lotz gab einen ausführlichen Rückblick auf Aktivitäten des Jahres 2010. Diese seien geprägt gewesen durch gemeinsame Ausbildungen und Veranstaltungen der drei Ortsverbände, aber auch durch Einsätze, bei denen man andere Hilfsorganisationen wie die Feuerwehren unterstützt habe. Lotz nannte unter anderem die Gasexplosion in Petersberg, einen Lkw-Brand auf der A 7, das Hochwasser in der Gemeinde Ebersburg und den Großbrand in der Halle des Fuldaer Lackierwerks Teclac Werner GmbH. Er betonte wörtlich: „Ohne den Einsatz ehrenamtlicher Kräfte von THW und Feuerwehr wären die 500 Arbeitsplätze des Unternehmens wohl nicht gerettet worden“.

Dass das Ehrenamt die wichtigste Stütze des THW sei, unterstrich dessen stellvertretender Bundesvorsitzender Rainer Schwierczinski. „Von den bundesweit 80 000 THWlern sind 99 Prozent ehrenamtlich tätig“, sagte Schwierczinski, der den Politikern für deren Unterstützung dankte. Denn: „Ich bin froh, dass das THW trotz des restriktiven Sparkurses der Bundesregierung vom Parlament doch besser bedient werden wird als es zunächst den Anschein hatte.“ Als Dank für den großen Einsatz des Ortsverbandes Hünfeld beim Bundesjugendzeltlager in Wolfsburg übergab Schwierczinski ein Gemälde an den Kreisbeauftragten Hohmann und den Ortsbeauftragten Alexander Wiegand.

Dass die „große THW-Familie niemanden im Regen stehen lässt“ (Kreisbeauftragter Hohmann) wurde nach den Grußworten des Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld, der Hünfelder Stadträtin Gisela Aha und der Fuldaer Stadtverordnetenvorsteherin Margarethe Hartmann deutlich: Sie bekamen einen Schirm geschenkt. Dr. Wingenfeld hatte die Grüße von Landrat Bernd Woide überbracht, die „gelebte mitmenschliche Solidarität“ gewürdigt und – auch im Namen des gleichfalls anwesenden Gefahrenschutzbeauftragten Emil Schad – an den kürzlich verstorbenen Kreisbrandinspektor Stefan Schmidt erinnert. Dessen Überzeugung sei stets gewesen, „dass alle Hilfsorganisationen gleich wichtig sind und alle gebraucht werden“.

Die Einsätze des THW verliefen, so der Erste Kreisbeigeordnete, „stets auf Augenhöhe mit den anderen Hilfsorganisationen, auch wenn Sie nicht direkt im Rampenlicht stehen“. Er lobte die hohe Kompetenz der THWler und dankte ihnen, „dass sie tagtäglich und Nacht für Nacht bereit stehen, um vielfältige Gefahrensituationen zu meistern“. Das Ehrenamt sei in der heutigen Zeit wichtiger denn je, betonte Wingenfeld und übergab abschließend einen Scheck.

Bevor sich die Gäste am Büfett stärken konnten, gab es Ehrungen: das Helferzeichen in Gold mit Kranz für Florian Kraus und Rudolf Büttner, das Helferzeichen in Gold für Daniel Mertens und Miguel Nemelka. 30 Jahre sind Erwin Hillenbrand und Rudolf Büttner dabei, 25 Jahre Mario Schranz, Frank Steinacker und Alexander Wiegand, sowie zehn Jahre Angelika Hohmann, Marco Hodes und Marcel Krüger.

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