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Das Bad von morgen ist langlebig und barrierefrei

Zwar haben sich die Grundaufgaben des Badezimmers in den letzten Jahrzehnten nicht maßgeblich geändert, trotzdem betritt man heute einen vollkommen anderen Raum als in den 1990er-Jahren. Wellness und Körperpflege stehen natürlich weiterhin im Mittelpunkt, doch die Stichworte Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit gehören mittlerweile ganz selbstverständlich zum Badezimmerkonzept. Dabei ist es zweitrangig, ob man ein komplett neues Badezimmer gestaltet oder dem bereits aus früheren Zeiten vorhandenen Raum ein zeitgemäßes Update verpassen möchte. Und die Sache lohnt sich auch finanziell, denn einen Teil der anfallenden Kosten kann man über Förderprogramme des Landes Hessen und der KfW abdecken.

Vor allem die Investition in Barrierefreiheit wird gefördert

Das Land Hessen unterstützt über die WIBank den behindertengerechten Umbau von Wohneigentum mit bis zu 50 Prozent der Kosten – wobei der Zuschuss für den Badumbau bei 5.500 Euro gedeckelt ist. Voraussetzung ist die Antragstellung vor Baubeginn bei einer eigenen Mindestinvestition von 1.500 Euro. Ergänzend stellt die KfW über das Programm 159 zinsgünstige Darlehen in einer maximalen Höhe von 50.000 Euro bereit. Bei anerkanntem Pflegegrad kommt ein Zuschuss der Pflegekasse von bis zu 4.180 Euro hinzu.

Für die Förderfähigkeit der Badsanierung muss man stets bestimmte technische Rahmenbedingungen erfüllen. Beim Material besteht trotzdem Entscheidungsfreiheit – wenngleich sich bestimmte Werkstoffe bei den Förderstellen aus guten Gründen großer Beliebtheit erfreuen.

Langlebige Duschkabinen aus ESG-Glas werden zum Standard

Quelle: Feroterm AT

Hochwertige Duschkabinen aus Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) sind mittlerweile ein Schlüsselelement in der nachhaltigen Badplanung. Kein Wunder, schließlich ist das Material vier- bis fünfmal widerstandsfähiger als herkömmliches Glas, hält 15 bis 20 Jahre und lässt sich vollständig recyceln. Zudem reduzieren porenfreie Oberflächen mit Nano-Beschichtung die Bildung von Kalkablagerungen und den notwendigen Einsatz chemischer Reinigungsmittel erheblich. Rahmenlose, maßgefertigte Lösungen ermöglichen zudem bodengleiche Einstiege für barrierefreies Wohnen nach DIN 18040-2.

So clever er auch ist, wird ein Teil der zeitgemäßen Technik erst bei näherer Betrachtung erkennbar. Moderne Duschköpfe mit Sparfunktion etwa halbieren den Verbrauch von 12–15 auf 6–8 Liter pro Minute. Bei einem durchschnittlichen Duschverhalten spart ein Zwei-Personen-Haushalt so jährlich mehrere hundert Euro. Ein tolles Beispiel, dass nachhaltiges Bauen in Fulda manchmal mehr mit Köpfchen als mit Kapital zu tun hat. Klar, dass man an so mancher Adresse trotzdem erst einmal etwas tiefer in die Tasche greifen muss – doch die Investition in zukunftsfähiges Wohnen macht sich alsbald bezahlt.

Einige Bauprojekte in Fulda sind vorbildlich barrierefrei

Die Stadt Fulda treibt den barrierefreien Wohnungsbau sichtbar voran. Am Waidesgrund, in Haimbach und an der Paul-Klee-Straße entstehen insgesamt 69 barrierefreie, teils rollstuhlgerechte Wohnungen mit fairer Mietpreisbindung. Hinzu kommt das Caritas-Wohnprojekt in der Fulda-Galerie, wodurch das Angebot um 15 barrierefreie Einheiten mit Gemeinschaftsräumen ergänzt wird. Und auch im Freien tut sich etwas, wenn beispielsweise der historische Schlosspark wird mit 121.000 Euro Fördermitteln barrierefrei umgestaltet wird – rechtzeitig zum Hessentag 2026.

Initiativen wie die Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda e. V. und die jährliche Baumesse „hausplus” im Messegelände Fulda-Galerie sorgen dafür, dass das Thema in der öffentlichen Wahrnehmung verankert bleibt. Ziel ist, dass Barrierefreiheit nicht mehr als notwendige Umgestaltung, sondern als gängiger Wohnstandard verstanden wird. Immerhin kann man in jedem Lebensalter in eine Situation kommen, in der schon kleinste Stufen zum unüberwindbaren Hindernis werden.

Barrierefreiheit ist eine Investition in die Lebensqualität

Auch in Osthessen ist die barrierefreie Badrenovierung längst kein Nischenthema mehr. Wer langlebige Materialien wie ESG-Glas mit regionalen Fördermitteln kombiniert, investiert gleichzeitig in Komfort, Nachhaltigkeit und den Werterhalt der eigenen Immobilie – und trifft eine Entscheidung, die sich über Jahrzehnte auszahlt.

Bild: Feroterm AT

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