Hünfeld. Die Stiftung „Museum Modern Art Hünfeld“ Sammlung Jürgen Blum und der Idea Kunstverein Hünfeld – Fulda zeigen noch bis zum 20. Februar 2008 eine Ausstellung „Religiöse Kunst“ von Inga Storck-Schnabel. Eine Kostbarkeit in dieser Ausstellung ist ein Zyklus über Adolph Kolping (1813-1865). Adolph Kolping ist in Kerpen bei Köln geboren. Er war Schuhmachermeister, Priester, Publizist, Gründer des Kölner Gesellenvereins, Herausgeber und Redakteur seiner eigenen „Rheinischen Volksblätter“, veröffentlichte jährlich einen Volkskalender und Volkserzählungen. Worte aus diesen Volkserzählungen liegen dem Zyklus zugrunde.
Zur gleichen Zeit als Adolph Kolping den jungen Menschen „Zufluchtsorte“, Orientierung und Lebenshilfe auf sozialem Gebiet gab, versammelten Karl Marx und Friedrich Engels in Elberfeld und Köln junge Anhänger, um sie für den revolutionären Umsturzgedanken zu begeistern. Durch den Zerfall der Zünfte gerieten die Handwerker in Not, die Heimatlosigkeit der wandernden Gesellen, Verlust sozialer Bindungen, hemmungslose Ausbeutung des Menschen, verlorene Wertvorstellungen – dies alles hatte Kolping im Blick. Seine Aufgabe lautete: Hilfestellungen für junge Menschen in bedrohter Lage. Dieses Elend und die Not in den Hinterhöfen wird in den Bildern sichtbar.