Serie. Am 04. Februar ist der Gedenktag des Heiligen Hrabanus Maurus. Der Name kommt aus dem Alhochdeutschen und bedeutet: der Rabe. Hrabanus Maurus wurde um das Jahr 776 in Mainz geboren. Mit 9 Jahren kam er in das Benediktinerkloster Fulda, wo er eine Erziehung ganz im benediktinischen Sinne erhielt und sich schon mit 15 Jahren als Mönch ernorme Kenntnis der kirchlichen und weltlichen Wissenschaften aneignete.
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Sein Abt Ratgar schickte ihn zu weiteren Studien für ein Jahr nach Tours in Frankreich zu Abt Alkuin, dem gelehrtesten Mann seines Jahrhunderts. 815 erhielt er von Erzbischof Heistolf von Mainz die Priesterweihe. Mit ihm als Lehrer und Leiter begann der Aufstieg der Abtei Fulda zum wissenschaftlichen Mittelpunkt, zur Hochschule der gemanischen Länder.
822 wurde er zum Abt vom Kloster Fulda gewählt und leitete dieses über 20 Jahre. In dieser Zeit förderte er die Schreib- und Malschule und vermehrte stark die Bestände der Klosterbibliothek, wovon er behauptete: Alles was Gott an heiligen Schriften und frommen Reden von der Burg des Himmels auf den Erdkreis gesendet hat, ist dort zu finden und ebenso alles, was die Weisheit der Welt zu verschiedenen Zeiten in die Welt gebracht hat.
Hrabanus Maurus war ein Mann von universaler Bildung, ein großer Förderer des Bildungswesens in der Zeit Karls des Großen, was ihm den Ehrennamen „Praeceptor Germaniae“ – Lehrer Germaniens – einbrachte. Nach einem Rückzug in die Stille des Gelehrtenlebens im Jahre 847 berief ihn die Wahl des Klerus und des Volkes zum Erzbischof nach Mainz.
Sein Leben lang hatte Hrabanus Maurus sich der geistigen Not des Volkes angenommen, um so großartiger entfaltete er die Kräfte werktätiger Nächstenliebe, als im Hungerjahr 850 auch die leibliche Not des Volkes um Abhilfe schrie. Auf seinem Hof zu Winkel im Rheingau speiste er täglich 300 halbverhungerte Menschen.
Traurig waren sie, als er am 04. Februar 856 starb. Der gelehrte Theologe und Schriftsteller war auch ein großer Dichter. Der Pfingsthymnus „Komm Schöpfer Geist kehr bei uns ein“ wird ihm zugeschrieben.Â
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