Burghaun. Als Gerhard Kaiser, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Burghaun, am Donnerstagabend an das Mikrofon trat und das Ergebnis der geheimen Abstimmung zur Nominierung des Bürgermeisterkandidaten der SPD für die Wahl am 18. Mai in Burghaun bekannt gab, erhoben sich alle Anwesenden und spendeten lang anhaltender Applaus. Mit 45 Stimmen bei 45 anwesenden, wahlberechtigten Mitgliedern wurde Bürgermeister Alexander Hohmann erneut zum Kandidaten für das Bürgermeisteramt gewählt.
Hohmann erhielt damit die Stimmen aller anwesenden SPD-Parteimitglieder. Der große Saal im Herrenhaus war bis auf den letzen Platz gefüllt, zahlreiche Parteimitglieder wie auch Gäste waren nach Burghaun gekommen.
Zuvor hatte Gerhard Kaiser, auch im Namen der Ortsvereinsvorsitzenden aus dem Kiebitzgrund, Gerhard Nuhn, und aus Rothenkirchen, Dirk Schäfer, die gemeinsame Versammlung aller SPD-Mitglieder aus der Großgemeinde eröffnet.Â
Zahlreiche wichtige Projekte realisiert
Als erster Redner hatte der Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion in der Burghauner Gemeindevertretung, Karlheinz Schott das Wort. Dieser lobte die sehr gute und konstruktive Zusammenarbeit mit Bürgermeister Hohmann in den zurückliegenden Jahren, die bis zur letzten Kommunalwahl auch zur Realisierung zahlreicher wichtiger Projekte geführt habe.
Leider sei nach der Kommunalwahl mit der neuen Regierungsmehrheit aus CDU, GRÜNEN und CWE diese erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Marktgemeinde Burghaun so nicht mehr möglich. Große und wichtige Projekte, wie das Altenpflegeheim oder die Mehrzweckhalle, seien durch die neuen Mehrheiten blockiert und verhindert worden. „Nicht mehr das Wohl der Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Vereine und Verbände stehen im Fokus der Politik dieser Koalition, sondern Eigeninteressen und politische Machtspiele“, so Karlheinz Schott.
„Versprochen und Wort gehalten“
Anschließend hatte Bürgermeister Alexander Hohmann das Wort. Unter der Überschrift „Versprochen und Wort gehalten“ führte dieser den Anwesenden detailliert noch einmal seine Zielsetzungen aus dem Jahr 2002 vor Augen und konnte für nahezu alle Versprechen belegen, dass er seine vor fünf Jahren angekündigten Maßnahmen und Ziele zur Umsetzung gebracht hatte.
Besonderen Stellenwert habe er dabei in den vergangenen Jahren auf den Ausbau des Betreuungsangebots für Kinder sowie die Ausweitung des Angebots für Seniorinnen und Senioren gelegt. Die gemeindliche Infrastruktur sei an zahlreichen Stellen erweitert oder saniert worden. Beispiele seien der Ausbau der Ortsdurchfahrt in Hechelmannskirchen, die Ansiedlung des REWE-Marktes an der B 27, die Maßnahmen der Dorferneuerung in Rothenkirchen, der Neubau bzw. die Sanierung der Aussegnungshallen in Burghaun und Langenschwarz sowie die Umgestaltung des Bauhofs.
Der Tourismus sei mit dem Bau des Kegelspielradweges mit dem historischen Eisenbahnwagon und der Erweiterung der Weiheranlage deutlich belebt worden. Hier sei in den kommenden Jahren ein noch deutlich besser zu erschließendes wirtschaftliches Potential.
Daneben pflege er einen sehr engen Kontakt mit den heimischen Gewerbetreibenden und dem Burghauner Gewerbeverein. Rund 90 Prozent der gemeindlichen Aufträge seien an heimische Firmen vergeben worden. „Wir haben heute mehr Betriebe, mehr Arbeitsplätze und deutlich weniger Arbeitslose in der Gemeinde Burghaun – das ist das Ergebnis einer vernünftigen Wirtschaftspolitik, für die ich auch in den kommenden sechs Jahren stehen werde“, so Hohmann. Sein besonderes Engagement für die heimischen Vereine zeige sich im Ausbau der Alten Schule in Burghaun zum Vereinshaus sowie zahlreichen Investitionen in allen Ortsteilen in Sportplätze und Vereinshäuser.
Dass dem Bürgermeister das Feuerwehrwesen dabei ganz besonders am Herzen liege, sei in Burghauner Feuerwehrkreisen seit langem bekannt. „Ich erachte es als einen zentralen Erfolg meiner Arbeit, dass es gelungen ist, bereits in meiner ersten Amtszeit drei neue Feuerwehrhäuser in Rothenkirchen, Steinbach und Burghaun zu bauen und die Ausrüstung mit Fahrzeugen und technischem Gerät in allen Wehren deutlich zu verbessern“, so Homann.
Kernaufgaben der Zukunft
„Wir wollen uns in den kommenden Jahren deutlich unabhängiger von fossilen Energieträgern in Burghaun machen. Hier liegt eine der Kernaufgaben der Zukunft“, dies erklärte Bürgermeister Hohmann zu seinen Zukunftsvorstellung. Der Bau der Biogasanlage im Gewerbegebiet „Am Grubener Weg“, neue Hackschnitzelheizungen und Photovoltaikanlagen auf und in gemeindlichen Gebäuden und der Aufbau von Fernwärmenetzen seien Projekte zur Umsetzung dieses Ziels.
Bürgermeister Hohmann schloss seine Ausführungen mit den Worten „ Wie Ihr alle wisst, bin ich ein Burghauner Junge – daher liegt mir meine Heimatgemeinde auch ganz besonders am Herzen. Hier in Burghaun Bürgermeister zu sein, ist für mich eine täglich neue Herausforderung, der ich mich gerne stelle. Ich habe noch eine Vielzahl von Ideen, die ich umsetzen möchte. Aus diesem Grund werde ich mit größtmöglichem Einsatz für einen Wahlerfolg am 18. Mai kämpfen.“
Nach der einstimmigen Wahl von Alexander Hohmann zum Bürgermeisterkandidaten, die der Gewählte mit großer Freude aufnahm, gratulierten zahlreiche Freunde und Weggefährten. Darunter waren auch die SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Waschke und der SPD-Unterbezirksvorsitzende Peter Jennemann. Dieser bezeichnete Alexander Hohmann als einen Menschen mit Ecken und Kanten, der aber von klaren Zielsetzungen, großem Durchsetzungsvermögen und einer außergewöhnlichen Kreativität geprägt sei. Burghaun ist unter Bürgermeister Alexander Hohmann zu einer anerkannt innovativen und aufstrebenden Gemeinde geworden“, erklärte Jennemann in seinem Schlusswort.