Serie. Am 24. Januar ist der Gedenktag des Hl. Franz von Sales. Franz wurde im Jahre 1567 in Savoyen auf Schloss Sales geboren. Er stammte aus adeligem Hause und war das erste von 10 oder 12 Kindern. Er genoss eine gute Ausbildung auf dem Gebiet der Rechtswissenschaft und Theologie.
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Gegen den Widerstand des Vaters wurde Franz zum Priester geweiht. Er verzichtete auf jeglichen Reichtum, der ihm von Hause aus zustand und zog in die Welt als Missionar.
In der Gegend von Genf gelang es ihm, tausende Menschen wieder zum Christentum zu bekehren, die sich dem Kalvinismus zugewandt hatten. Durch dieses missionarische Handeln avancierte er zum Bischof von Genf. Auch hier betätigte er sich unermüdlich als Prediger.
Er sagte dazu: Eine Predigt ohne Liebe als Grundlage, ist eine Predigt umsonst gepredigt. Er war zu seiner Zeit als „Doktor der Vollkommenheit“ bekannt und folgende Worte stammen von ihm: Es ist mir eine solche Wonne, meine Feinde zu lieben, dass es mir, wenn es Gott verböte, schwerfallen würde zu gehorchen.
Während seiner Amtszeit besuchte er über 300 Pfarrkirchen in seiner Diözese und hielt mehr als 3000 Predigten. Seine große Sorge galt der Umsetzung der Reformen des Trienter Konzils, der Reform der Klöster und des Klerus, sowie die Förderung des Religionsunterrichts für Kinder.
In seiner Amtszeit als Bischof begegnete ihm Johanna Franziska von Chantal, die später seine geistliche Tochter wurde. Mit ihr zusammen gründete er den Orden von der „Heimsuchung Mariens“ später bekannt als Salesianerinnen.
Eine weitere bedeutende Gründung von Franz von Sales war die „Academie Florimontane“ zur Pflege der Wissenschaften, der Künste und der französischen Sprache. Der Hl. Franz von Sales starb 1622 am Feste der Unschuldigen Kinder während einer Reise mit dem Herzog von Savoyen in Lyon.
Sein Leichnam befindet sich in der Kirche des Klosters von Annecy. Er wurde von Papst Alexander VII 1665 heilig gesprochen und 1877 von Papst Pius IX zum Kirchenlehrer erklärt. Er ist Patron von Genf, Annecy und Chambéry sowie der Katholischen Presse, Schriftsteller und Journalisten.
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