Ostheim. Ein attraktives Ziel für Feinschmecker aus ganz Deutschland ist bereits zum fünften Mal der Rhöner Wurstmarkt am 9. und 10. Oktober im Luftkurort Ostheim vor der Rhön. 50 Handwerksbetriebe aus der bayerischen, thüringischen und hessischen Rhön sowie aus einigen Gastregionen und -ländern präsentieren entlang der Marktstraße ihre ausschließlich handwerklich erzeugten Wurst- und Schinkenspezialitäten sowie die passenden Begleitprodukte vom urigen Brot bis zum Verdauungsschnaps. Bei den vergangenen Wurstmärkten pilgerten bis zu 20 000 Besucher zu der deutschen Open-Air-Feinschmeckermesse, um das umfangreiche Programm mit Beratung, Verkauf, Ausstellung und Musik zu genießen. Der Rhöner Wurstmarkt, der alle zwei Jahre in Ostheim stattfindet, hat sich zu einem Mekka für Wurst- und Schinkengenießer entwickelt.
Erneut steht die Fachmesse unter der Führung von Stadt Ostheim, dem Biosphärenreservat Rhön, dem Bezirk Unterfranken sowie der Metzgerinnung Rhön-Grabfeld. Weiterhin begleitet das Slow Food Convivium Hohenlohe-Tauber-Mainfranken die Veranstaltung. „Wir wollen eine Lanze für das heimische Handwerk brechen“, erklärt Ideengeber Michael Geier vom Biosphärenreservat Rhön das Ziel der Veranstaltung. Ausschließlich hochwertige hausgemachte Wurst- und Schinkenspezialitäten seien zum Markt zugelassen worden. Handelsware und Industrieprodukte werde man beim Wurstmarkt ganz sicher nicht finden, unterstreicht auch Bürgermeister Ulrich Waldsachs.
Stilvoll eröffnet wird der Rhöner Wurstmarkt 2010 am 9. Oktober um 11 Uhr erstmals mit einem „Anschnitt“ eines zünftigen Rotgelegten und Weißgelegten als Stellvertreter für die vielen hundert Wurst- und Schinkensorten, die es nun zwei Tage lang zu verkosten gibt. Wie es sich für den Rhöner Wurstmarkt gehört, stammt ein Großteil der Aussteller (33) aus der Rhön, viele davon sind Slow Food Betriebe und tragen das Qualitätssiegel Rhön. Doch auch mehr Gäste denn je (18) mischen sich unter die heimischen Handwerksbetriebe und machen die Entdeckertour entlang der Marktstraße besonders interessant. Unter den zahlreichen neuen Ausstellern befinden sich als Besonderheit zum Beispiel neun Betriebe, die von der Zeitschrift „DER FEINSCHMECKER“ in der Broschüre „Die besten Metzger in Deutschland 2010“ empfohlen werden.
Den Schwerpunkt des Rhöner Wurstmarkts bilden naturgemäß die Anbieter von Wurst- und Schinkenspezialitäten. Daneben dürfen sich handverlesen einige so genannte „Begleiter“ präsentieren: Bäckereien mit ihren Brotsorten, fränkische Winzer mit ihren Spitzenweinen, Brenner mit ihren Schnäpsen und Brauer mit ihren Bieren. Daneben sorgen Direktvermarkter mit Produkten wie Konfitüren, Käse, Aufstrichen etc. für zusätzliche Geschmackserlebnisse. Gewürzt sind viele Erzeugnisse auch mit Kreativität und Fantasie. So gibt es beim Rhöner Wurstmarkt zum Beispiel eine Vollmondsalami zu verkosten oder einen Rhöner Grain (Korn) Whiskey. Nicht verpassen sollten Besucher auch eine Stippvisite im Rathaus, wo der Fränkische Weinbauverband zu Verkostungen einlädt, sowie das Slow Food Convivium Hohenlohe-Tauber-Mainfranken und die Dachmarke Rhön über Essen und Genießen mit allen Sinnen informieren.
Wer Wurst und Schinken in Form eines ungewöhnlichen Menüs verkosten will, dem sei eine „Verabredung zum Essen“ in acht Restaurants und Hotels der Umgebung empfohlen; diese kredenzen vom 9. bis 10. Oktober exklusive Wurstmarkt-Zusammenstellungen. Als Attraktion fährt in diesem Jahr erneut die Original-Dampflok von Würzburg nach Ostheim zum Wurstmarkt. Nicht zuletzt sorgen zahlreiche Rhöner Musikgruppen für die künstlerische Umrahmung. Auf Kinder wartet neben dem beliebten Apfelsaftpressen erstmals eine Kinder-Rallye, bei der es natürlich auch um die Wurst geht.
Erstmals ist der Rhöner Wurstmarkt Partner der „Geschmackstage 2010 – Köstliches Deutschland“. Gemeinsam präsentieren sich hier ausgewählte Veranstaltungen im Zeitraum vom 3. bis 9. Oktober auf Initiative vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Ebenso ist der Rhöner Wurstmarkt bei der Initiative „Tag der Regionen“ vertreten, die sich ebenfalls für regionale Produkte stark machen. Nicht zuletzt präsentiert sich auch die regionale Qualitätsoffensive „Dachmarke Rhön“ im Rahmen einer Ausstellung im Rathaus. Auf dem Rhöner Wurstmarkt sind rund 20 Betriebe dabei, die das Rhöner Qualitätssiegel tragen. „Unsere Beteiligung bei bundesweiten Aktionen zeigt die außerordentliche Bedeutung unseres Wurstmarkts“, betont Bürgermeister Ulrich Waldsachs stolz. Ebenso sehe man, dass man mit dem Ziel der Sensibilisierung der Verbraucher für hochwertige Produkte aus ihrer Heimatregion zu den Vorreitern gehöre. Schließlich fand der erste Rhöner Wurstmarkt bereits im Jahr 2002 statt.
Ein kostenloses Programmheft sowie weitere Informationen sind in der Tourist-Info unter Telefon (0 97 77) 18 50 sowie im Internet unter www.rhoener-wurstmarkt.de erhältlich. Hier kann man sich auch über das Parkleitsystem informieren. Für die zahlreichen Besucher gibt es ausgewiesene kostenfreie Parkflächen. Die Marktstraße ist an beiden Festtagen gesperrt, die Umleitungen sind beschildert. Der Eintritt zum Rhöner Wurstmarkt kostet wie in den Vorjahren zwei Euro pro Person und Tag. Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt.
Fotos: Christine Schikora