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Weihnachten in Gemeinschaft feiern – Traditionelle Feier des regionalen Caritasverbands

Fulda. Damit Alleinstehe, Obdachlose und Nichtsesshafte den Heiligen Abend in Gesellschaft feiern konnten, hatte auch in diesem Jahr der Caritasverband für Stadt und Landkreis Fulda e.V. zur Weihnachtsfeier am 24. Dezember von 15 bis 21 Uhr in die Altentagesstätte am Hexenturm in Fulda eingeladen. Die Gäste, die schon vor der Öffnungszeit sehr zahlreich erschienen waren, konnten an festlich geschmückten Tischen Platz nehmen. Da eine Vielzahl von Kuchen und Gebäck gespendet worden war, konnten die ehrenamtliche Helferinnen und Helfer die Besucher reichlich bewirten.

Fotos (9): Winfried Möller

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Geschäftsführer Winfried Möller betonte, dass er sehr dankbar sei, dass Menschen immer wieder mit Sach- und Geldspenden dazu beitragen würden, diese Feier auszurichten. Besonders freue ihn, dass jedem Gast neben einem Weihnachtsüberraschungspaket noch eine Tragetasche mit Wurst, Käse, Obst, Süßigkeiten und Gebäck mit nach Hause gegeben werden könne. Heiß begehrt waren zudem Shampoo, Haarspray und Körperpflegemittel, sowie Waschmittel, Kaffee und Hundefutter. Viele Wohnsitzlose führen nämlich einen Hund mit, den sie auch mit zur Weihnachtsfeier bringen dürfen, wenn er auch vor der Türe bleiben muss.

Möllers besonderer Dank galt zudem den Helferinnen und Helfern in der Küche und beim Bedienen, die ihren Heiligen Abend nicht in der Familie, sondern gemeinsam mit den Obdachlosen feiern. Ohne sie wäre die Weihnachtsfeier nicht denkbar, so der Geschäftsführer. Sie würden dafür sorgen, dass die Tische immer reichlich gedeckt seien und der anschließende Spül- und Reinigungsdienst erledigt würde Seitens der Caritas waren Monika Niestroj für die Organisation und Irene Schmidt – Bruchhäuser für den religiösen besinnlichen Teil zuständig. Damit auch für die Weihnachtslieder der richtige Ton gefunden wurde, begleitet Anni Klüh den Gesang auf der Heimorgel.

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Diözesanbischof Heinz Josef Algermissen, Oberbürgermeister Gerhard Möller, Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld, Stadtrat  Waldemar Eckert, Pfarrer Dr. Dagobert Vonderau, Vorsitzender des Regionalcaritasverbandes, Caritasdirektor Dr. Markus Juch und Dompfarrer Peter Hauser, Aussichtsratsvorsitzender des Diözesancaritasverbandes hatten es sich nicht nehmen lassen, einen Teil des Abends anwesend zu sein. Ihnen sei das Angebot der Caritas wichtig und es würde auch seitens des Bistums, der Stadt und dem Landkreis unterstütz, betonten Bischof, Oberbürgermeister und Erster Kreisbeigeordneter gleichermaßen.

Die Botschaft von Weihnachten sei eine Botschaft der Nähe Gottes und der Freude. Angeregt durch eine teilnehmende Familie mit kleinem Kind, sagte Bischof Algermissen, dass man sich einem kleinen Kind nur auf Augenhöhe nähern könne und man sich dazu niederbeugen müsse. Gott habe sich niedergebeugt  und sei als kleines Kind zum Hoffnungsträger geworden. Oberbürgermeister Möller betonte, das die Weihnachtsfeier die positive soziale Temperatur der Stadt verdeutliche, während Erster Kreisbeigeordneter Wingenfeld sich von der Vielzahl der Gäste beeindruckt zeigte. Er sei gekommen, um seine Solidarität mit den Menschen am Rand der Gesellschaft zu zeigen.

Im Zentrum des Abends stand die Betrachtung des Weihnachtsgeheimnisses und das Verlesen des Weihnachtsevangeliums. Mit Gitarrenmusik gespielt von Daniel Demminger und Stefan Sevcik wurden die Gäste eingestimmt, gefolgt von einer Diameditation zum Thema „Weihnachten – was ist das?“. Mit dem Verlesen der Weihnachtsbotschaft aus dem Lukasevangelium und dem Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ trat eine weihnachtlich – feierliche Stille ein. In seiner Weihnachtsansprache verdeutlichte Geschäftsführer Winfried Möller, dass die Botschaft der Engel, die den Hirten als Ersten zu Teil wurde, gerade für Menschen am Rande der Gesellschaft mutmachend sei. Denn für Gott sei das Kleine, die Vergessenen, scheinbar  Unwichtigen wichtiger, als die Zentren von Macht und Besitz.

Sieglinde Schweda, auch bekannt als Hulda von Fulda, trug einen Weihnachtstext vor und sang das Vater unser und Großer Gott wir loben dich, was spontan von den Besuchern mitgesungen wurde. Ein Gebet des Vertrauens betete Georg Reith.  Im Namen der Obdachlosen dankte spontan eine Teilnehmerin der Caritas für die Ausrichtung der Heilig – Abend – Feier. Bei den Weihnachtsliedern sangen alle Gäste kräftig mit und nach dem Abendessen und einer weiteren Bildbetrachtung wurden die meisten Lieder nochmals gesungen.

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