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Katholische Klinikseelsorge gestaltet besonderen Adventskalender

071202_regenbogen.jpgSchönes aus Hanau. Einen Adventskalender für die Kapelle im Klinikum Hanau haben ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Katholischen Klinikseelsorge zusammengestellt. In dem Kalender wurden Texte gesammelt, die sich für die Mitarbeiterinnen in verschiedenen Situationen bewährt haben.

Die Mitarbeiterinnen gehören zur ökumenischen Gruppe „Regenbogen“. Die Personen in dieser Gruppe haben einen lieben Menschen verloren, zumeist den Lebenspartner. Sie haben sich über einen längeren Zeitraum in ihrer Trauer gefunden, aber immer wieder in gemeinsamer Aktivität und im Dialog Wege aus ihrer Trauer gesucht. Hierzu gehört auch die Erarbeitung des Kalenders – vom Nähen der Grundlage (die den Altar zum Träger des Adventskalenders macht) bis zur Auswahl der Texte, die gemeinsam ausgesucht und so gestaltet wurden, dass sie als Lesezeichen mitgenommen werden können.

Der Kalender wurde im Rahmen eines Treffens rechtzeitig vor dem 1. Advent in der Kapelle am Altar angebracht. „Sich selber in den Sprüchen wieder finden“, „Trost und Halt in guten Gedanken“, waren einige der Aussagen, die Pfarrer Werner Gutheil hörte, als die Aktion durchgeführt wurde. „Anderen davon etwas mitgeben hilft mir, mich in meiner Situation nicht nur als Empfangende zu sehen, sondern auch etwas geben zu können“, betonte eine Teilnehmerin beim Aufhängen des Kalenders.

Der Kalender wird bis zum 24. Dezember in der Kapelle des Klinikums Hanau am Altar hängen. Er wurde gestaltet mit Stoffen des Gardinen- Fachgeschäftes  Wehner aus Maintal – Dörnigheim, das seit langem die Gruppe unterstützt, indem Materialien für ganz verschiedene Aktionen bereitgestellt werden. Die Texte können als Lesezeichen bis Weihnachten – und darüber hinaus - genutzt werden.

Aus diesen guten Gedanken wurde zudem ein „Lesezeichenkalender“ zusammengestellt, der in diesem Jahr als Weihnachtsgruß der Katholischen Klinikseelsorge verteilt wird. Beim Aufbau des Kalenders wurde beiläufig die Adventsgestaltung des Altars mitgemacht: ein Adventkranz und vier Engel, die die Kerzen den Menschen entgegenhalten. Wie viel eigene Hoffnung dahinter steckt, zeigt sich im Engagement der Frauen, die weder praktische und gestalterische Mühe scheuen.

Sich im Tun Raum und Zeit für die eigene Trauer geben, war eines der wichtigsten Effekte dieser Aktion. Dass am Ende ein Adventskalender zustande kam, ist eigentlich nur ein Nebeneffekt, denn im gemeinsamen Tun, im Miteinander-Reden, auch über die traurige Situation des Alleinseins, hilft, aus der Trauer herauszukommen, berichtet Klinikpfarrer Werner Gutheil.

Die Gruppe Regenbogen sind Frauen, die aus ihrer Trauersituation heraus sich immer zu sozialen Aktivitäten zusammenfinden. Die Katholische Klinikseelsorge gibt hierfür Raum und hat zugleich viel Unterstützung in ihrer Arbeit. Pfarrer Werner Gutheil, der neben seiner Kliniktätigkeit auch Trauerarbeit in Hanau und darüber hinaus anbietet, begleitet die Gruppe und steht für Einzelbegleitungen zur Verfügung.

Weitere Angebote für Trauernde können erfragt werden bei der Katholischen Klinikseelsorge Klinikum Hanau, Leimenstraße 20, 63 450 Hanau, Tel. 06181- 296- 4580, Fax.: 06181- 296-4581.

Das Trauerprogramm kann hier besondere donnerstags zwischen 10 und 12 Uhr telefonisch angefordert werden. In dieser Zeit  versehen ehrenamtlich Frauen aus der Gruppe Regenbogen den Telefondienst. Außerhalb dieser Zeit steht Pfarrer Werner Gutheil zur Verfügung per E-Mail an wgutheil@t-online.de

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