Fulda. Die Theologische Fakultät Fulda und die Hochschule Fulda kooperieren ab dem kommenden Wintersemester in der Betreuung und Beratung ihrer internationalen Studierenden. Zukünftig wird die Hochschule Fulda Teile ihres Integrations- und Betreuungsprogramms für ihre internationalen Studierenden auch den internationalen Studierenden der Theologischen Fakultät Fulda öffnen.
Dieses Angebot reicht von Starthilfen zu Beginn des Studiums wie zum Beispiel ein Zimmervermittlungsservice oder Interkulturelle Trainings, über studienbegleitende Aktivitäten wie landeskundliche Exkursionen oder regelmäßige Stammtische, die die Begegnung zwischen deutschen und internationalen Studierenden fördern sollen, bis zu spezifischen Beratungsangeboten wie der Rechtsberatung des AStA (Studierendenvertretung) in alltäglichen Rechtsfragen zu Wohnrecht, Arbeitsrecht etc., oder auch dem Beratungsangebot des International Office zu aufenthaltsrechtlichen Fragen. Für einen späteren Zeitpunkt wird auch die Nutzung des umfangreichen Angebots an Deutschkursen auf unterschiedlichen Niveaus ins Auge gefasst.
Was jetzt auf der Ebene der Hochschulleitungen beschlossen wurde, wird übrigens an der Basis von den internationalen Studierenden schon lange vorgelebt. An der Spitze des Vereins „Afrikanischer Studierender in Fulda“ steht ein Student der Theologischen Fakultät Fulda, Eric Mehenga, seine Stellvertreter sind Studenten der Hochschule Fulda. Erst zu Beginn dieses soeben zu Ende gegangenen Sommersemesters hatte der Verein eine sehr gut besuchte Veranstaltung zum Thema „Integration“ mit dem Oberbürgermeister der Stadt Fulda als Referenten organisiert.
Anlass für die Kooperation bei der Integration ihrer internationalen Studierenden für beide Hochschulen war der „Nationale Kodex für das Ausländerstudium an deutschen Hochschulen“, der Anfang dieses Jahres von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) allen deutschen Hochschulen vorgestellt wurde. Der Kodex formuliert Mindeststandards zur Qualität des Ausländerstudiums. Voraussetzung zum Beitritt ist, dass diese Mindeststandards erfüllt werden. Beiden Fuldaer Hochschulen ist dieser Kodex ein hochwillkommener Anlass, die eigenen Standards einer kritischen Prüfung zu unterziehen und evtl. dort wo nötig nachzubessern. Ziel ist es, dem Kodex zum nächstmöglichen Zeitpunkt beizutreten.