Vogelsbergkreis. Was bei den Existenzgründern mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Vogelsberg Consult GmbH seit Jahren gut klappt, wird jetzt auch jungen Unternehmen angeboten, die die Gründungsphase hinter sich haben: eine Weiterbildungsplattform, auf der man sein Know-How vernetzen kann. Dabei sollen auch praxisnahe Themen mit passenden Referenten bearbeitet werden. Diese Plattform wurde vor wenigen Tagen im Forschungszentrum Neu-Ulrichstein von sieben Unternehmerinnen und Unternehmen aus der Region unter der Moderation von Diplom-Kaufmann Matthias Steckenreuter gegründet. Das neue Netzwerk ist Bestandteil der regionalen Qualifizierungsoffensive, die bereits im zehnten Jahr im Vogelsbergkreis wirkt. Verbesserung des Marketing, betriebswirtschaftliche Fragen, Kundenakquise und Kundenpflege, Büro-Organisation, Internetauftritt, Wirkung der Unternehmerpersönlichkeit – und bei alledem der Vernetzungswunsch: das sind wichtige Themenbereiche, die die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer in den kommenden Monate „beackern“ wollen. Qualifizierungsbeauftragter Steckenreuter sagte zu, geeignete Referenten zu den einzelnen Themen anzusprechen.
Dr. Ebke stellte das Forschungsunternehmen Neu-Ulrichstein vor – ein besonders schnell gewachsenes und weiter expandierendes Unternehmen in Homberg/Ohm. Vor acht Jahren wurden dort das Institut für Gewässerschutz „Mesocosm“ gegründet; mittlerweile befindet sich dort unter anderem die größte Anlage in Europa, die Umweltverträglichkeitsprüfungen bei Pflanzenschutzmitteln und anderen Stoffen durchführt. Ebke wünscht sich, dass sich auf dem 17 Hektar großen Gelände viele weitere interdisziplinäre Einrichtungen niederlassen – „aus der Umnutzung des ehemaligen Tierzuchtzentrums Neu-Ulrichstein soll ein überregional wirksames landwirtschaftlich und umweltorientiertes Forschungs- und Entwicklungszentrum entstehen“, so Dr. Ebke bei der Vorstellung seiner biologischen Anlagen. Das Projekt umfasse ein Kompetenz- und Gründerzentrum. Der Vogelsberg habe einen enormen Standortvorteil, der nun gut genutzt werden könne – gerade auch im Hinblick auf die Kooperation mit den Hochschulen in Hessen. Der Biologe rechnet auch mit der Schaffung Dutzender neuer Arbeitsplätze.