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Stromabsatz-Rekord, zufriedenstellendes Geschäftsjahr – ÜWAG würdigt bewährte Partnerschaft mit Kunden und Kommunen

Fulda. Mit einem neuen Rekord beim Stromabsatz hat die Überlandwerk Fulda Aktiengesellschaft (ÜWAG) ihr Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen. Rund 3,8 Milliarden Kilowattstunden Strom hat das führende osthessische Energieversorgungsunternehmen im vergangenen Jahr an seine Kunden geliefert: 26,5 Prozent mehr als im Jahr 2008. Dank dieser Absatzsteigerung kann die ÜWAG trotz der weltweiten Wirtschaftskrise auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2009 zurückblicken. Und wie in den Vorjahren kann das Unternehmen insgesamt 9,7 Millionen Euro an seine kommunalen Anteilseigner ausschütten – in Zeiten leerer Kassen ein unverzichtbarer Beitrag für die Haushalte.

Der Umsatz der ÜWAG-Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2009 um rund 28 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit auf rund 402 Millionen Euro (netto, ohne Stromsteuer). Mit rund 11 Millionen Euro liegt der Konzernjahresüberschuss 2009 leicht über Vorjahreshöhe.

Diese und viele weitere Zahlen präsentierte ÜWAG-Vorstand Dipl.-Ing. Günter Bury am 24. Juni 2010 in Fulda den Mitgliedern der Verbandsversammlung des Zweckverbandes Überlandwerk Fulda-Hünfeld-Schlüchtern, dem Alleinaktionär der ÜWAG. In die Verbandsversammlung entsenden die vier kommunalen Eigentümer der ÜWAG, Stadt und Landkreis Fulda, Main-Kinzig-Kreis und Kreis Hersfeld-Rotenburg, ihre Mitglieder.

Auch den druckfrischen Geschäftsbericht 2009 legte der ÜWAG-Vorstand vor: „An Ihrer Seite“ lautet der Titel der Publikation. In Wort und Bild würdigt das Unternehmen damit die besondere Beziehung, die die ÜWAG mit ihren privaten und gewerblichen Kunden, mit unterschiedlichsten Partnern und den Kommunen der Region verbindet.

Ausschüttung von 9,7 Millionen Euro

„Wir sind stolz darauf, dass es uns gelungen ist, der Wirtschaftskrise zu trotzen“, berichtete ÜWAG-Vorstand Dipl.-Ing. Günter Bury den Mitgliedern der Verbandsversammlung. Dem spürbar geringeren Strombedarf großer Kunden aus der Region – viele mussten im Krisenjahr 2009 Kurzarbeit anmelden – setzte die ÜWAG den Gewinn von Sondervertragskunden in ganz Deutschland entgegen. So fließt heute ganz selbstverständlich ÜWAG-Energie beispielsweise nach Frankfurt, Hamburg, Baden-Baden und Hannover.

Auch verstärkte Handelsaktivitäten auf Energieversorger-Ebene haben zur positiven Absatz- und Umsatzentwicklung beigetragen. „Wir haben rechtzeitig erkannt, dass die Steigerung unseres Energieabsatzes unser wichtigstes Instrument im immer schärfer werdenden Wettbewerb ist. Durch die Ausweitung unseres Absatzmarktes konnten wir das Ergebnis der ÜWAG halten“, so Günter Bury.

Daher kann der führende osthessische Energieversorger auch für 2009 wieder insgesamt 9,7 Millionen Euro (brutto) an den Zweckverband und damit seine kommunalen Anteilseigner ausschütten – eine Summe, die angesichts der immer stärker belasteten kommunalen Haushalte für die Städte und Gemeinden der Region von höchstem Wert ist. „Neben der Wertschöpfung der ÜWAG-Gruppe für die Region durch die Gehälter unserer Mitarbeiter, Aufträge an regionale Unternehmen, Konzessionsabgaben sowie die Gewerbesteuer macht uns die regelmäßige Ausschüttung an unsere kommunalen Anteilseigner als regionales Energieversorgungsunternehmen besonders wertvoll“, ist ÜWAG-Vorstand Bury überzeugt.

Die Ausschüttung beträgt anteilig (alle Angaben brutto und gerundet) 5 Millionen Euro für den Landkreis Fulda, 3,9 Millionen Euro für die Stadt Fulda, 645.000 Euro für den Main-Kinzig-Kreis und 133.000 Euro für den Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Regional und überregional zuverlässig vernetzt

Die ÜWAG ist über ihre Tochterunternehmen und Beteiligungen in der Region und überregional bestens vernetzt. Die sieben „Töchter“ der ÜWAG haben sich im Geschäftsjahr 2009 zufriedenstellend entwickelt.

Das Nahverkehrsnetz der ÜWAG-Verkehrsunternehmen sorgt für beste Verbindungen in der Region; die TERRA THERM Erdwärme GmbH erreichte mit rund 70.000 Bohrmetern im Jahr 2009 eine neue Bestmarke. Die GKU Gesellschaft für kommunale Umwelttechnik mbH hat sich als kompetenter und leistungsstarker Partner der Städte und Gemeinden rund um die Abwassertechnik bewährt.

„Unser GeoPortal Osthessen vernetzt Infrastrukturanbieter und kommunale Aufgabenträger, und die SynEnergie GmbH baut mit der Umsetzung zukunftsweisender Ideen ihr Engagement auf dem Feld der erneuerbaren Energien weiter aus“, berichtete Günter Bury den Mitgliedern der Verbandsversammlung.

Investitionen, Mitarbeiter und Wertschöpfung

Wachstum und langfristige Investitionen kennzeichnen die Arbeit der ÜWAG. Über 20 Millionen Euro haben der führende osthessische Energieversorger und seine Tochterunternehmen im Jahr 2009 investiert. Mit flächendeckenden Reinvestitionen wird das Stromverteilungsnetz der ÜWAG regelmäßig erneuert und modernisiert – 2009 ersetzte das Unternehmen beispielsweise 19 Turm- und Gittermaststationen durch modernste Trafostationen, über 20 Kilometer Mittelspannungsfreileitung wurden verkabelt.

Zum 31. Dezember 2009 beschäftigte die ÜWAG-Gruppe 645 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildende (Vorjahr: 640). Um drei, auf insgesamt 47, erhöhte sich zum Stichtag die Anzahl junger Menschen, die bei einem Unternehmen der ÜWAG-Gruppe eine Ausbildung absolvieren. 304 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im Bereich Energieversorgung, 251 im Bereich öffentlicher Personennahverkehr und 90 im Bereich Dienstleistungen tätig.

Die Wertschöpfung der ÜWAG-Gruppe beläuft sich für das Geschäftsjahr 2009 auf insgesamt 69,7 Millionen Euro. Die ÜWAG-Gruppe achtet darauf, dass ein möglichst großer Teil der Wertschöpfung in der Region bleibt. So sichern sich heimische Zulieferer regelmäßig den überwiegenden Teil der Aufträge. Auch der Gewinn der ÜWAG fließt über die kommunalen Anteilseigner wieder in die Region zurück.

Wettbewerb um Konzessionen

„Auch im laufenden Geschäftsjahr verfolgt die ÜWAG-Gruppe weiter die Strategie des Wachstums“, gab Günter Bury den Mitgliedern der Verbandsversammlung einen Ausblick. Zusätzliche Belastungen sind dem Unternehmen durch die deutlich gestiegenen Umlagen aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz entstanden. Zum 1. Januar 2010 erhöhte sich diese gemäß Ausgleichsmechanismusverordnung von 1,19 Cent pro Kilowattstunde auf 2,047 Cent pro Kilowattsunde – eine Steigerung um 72 Prozent. Auch die Auswirkungen der Anreizregulierung werden in den kommenden Jahren zu spüren sein.

Neben dem immer schärfer werdenden Wettbewerb um die Stromkunden gibt es mittlerweile auch eine Wettbewerbssituation bei der Vergabe der Stromnetz-Konzessionen. „Wir werden unsere ganze Kraft dafür einsetzen, die auslaufenden Konzessionsverträge im Netzgebiet neu abzuschließen. Darüber hinaus strebt die ÜWAG zur Stärkung ihres Netzbetriebs den Hinzugewinn benachbarter Konzessionsgebiete an“, kündigte der ÜWAG-Vorstand an. Er bat die Vertreter der Verbandsversammlung außerdem eindringlich, sich in ihren Kommunalparlamenten für die Fortsetzung der bewährten Zusammenarbeit mit der ÜWAG einzusetzen.

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