Burghaun. Die Burghauner Reservisten gehen einmal im Jahr auf Fahrt zur Pflege der Völkerverständigung und zum Ausbau der militärhistorischen Kenntnisse. Das Ziel war dieses Mal Verdun. Auf dem Weg dorthin wurde Zwischenstation auf dem größten deutschen Soldatenfriedhof in Andilly gemacht, auf dem über 33.000 Gefallenen des letzten Weltkrieges ihre letzte Ruhestätte fanden. Der RK Vorsitzende Hauptgefreiter d.R. Sven Fey verband mit diesem Ort ganz Persönliches und legte am Grab seines Großvaters ein Blumengebinde nieder.
In Verdun stand zunächst ein Besuch in der Zitadelle Souterraine auf der Tagesordnung. Im Rahmen einer Führung durch die Festung wurde den teilnehmenden Kameraden das Geschehen des 1. Weltkrieges und im Besonderen das Geschehen in und um Verdun eindrucksvoll verdeutlicht. Danach fuhren die Reservisten auf die angrenzenden, jetzt wieder bewaldeten Höhen. Hier wurde an dem total zerstörten Dorf Fleury Zwischenstation gemacht, bevor es zum Fort Vaux weiterging. Dort wurden die Teilnehmer in die geschichtliche Lage von 1916 und das damalige Geschehen um diese Befestigung bzw. Bunkeranlage eingewiesen.
Bei strahlendem Sonnenschein in Verdun begann der 2.Tag der militärhistorischen Exkursion. Der erste Höhepunkt war das Fort Douaumont. Durch eine sachkundige Führung vor Ort lernten die Burghauner Reservisten das Geschehen in und um dieses Fort kennen. Vor Ort legten die Soldaten der Reserve für die 679 im Fort beerdigten deutschen Soldaten ein Blumengebinde nieder und gedachten den Gefallenen aller Nationen.
Nächste Station war das „Beinhaus von Douaumont“ wo die Knochen von über 130 000 nicht identifizierten Soldaten aller Nationen aufbewahrt werden, die in der Schlacht um Verdun gefallen sind. Ein ebenso schauerlicher wie ergreifender Ort des Gedenkens.
Es folgte ein Besuch im Museum von Fleury, welches an der ehemaligen Bahnhofsstation des gleichnamigen Ortes steht. Dort wurde mittels eines deutschsprachigen Dokumentarfilms das Grauen von Verdun noch einmal filmisch deutlich.
Weitere Zwischenstopps am Zwischenwerk „Froideterre“ (Kalte Erde), dem „Bajonettgraben“ (Tranchée des Bajonettes) sowie an den Hügeln mit den Stellungsanlagen in „Vauquois“, „Höhe 304“ und Höhe „Mort Homme“ (Toter Mann) rundeten das Programm ab und hinterließen insbesondere aufgrund fundierter Schilderungen von Feldwebel d.R. Gramalla tiefe Eindrücke.