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20 Jahre Mittwochs-Treff der Gehörlosen

100611_GruppeFulda. 1990 traf sich eine kleine Gruppe von Verantwortlichen aus dem Katholischen Gehörlosenverein St. Bonifatius und dem Caritas-Sozialdienst für Gehörlose, um die Konzeption für einen Offenen Treff für Gehörlose in Fulda zu beratschlagen. Als wichtig wurde dabei erachtet, dass es endlich einen Raum gibt, in dem Gehörlose zwanglos ihre Gebärdensprache anwenden können. Der Treff sollte auch drohender Isolation und Vereinsamung von Schwerhörigen undGehörlosen entgegenzuwirken helfen. Eine Vereins- oder Religionszugehörigkeit sollte keine Rolle spielen.

Rasch entstand auf Grund dieser Überlegungen im Juni 1990 der erste „Offene Treff für Gehörlose in Fulda“. Der Platz im Gruppenraum der Caritas in der Wilhelmstraße 8 reichte nach kurzer Zeit nicht aus, so dass die Gruppe sich seitdem in der Caritas-Altentagesstätte in der Kanalstraße 1 trifft.

Sonder-Veranstaltungen mit gut 60 Besuchern waren im Laufe der Jahre keine Seltenheit. Immer am ersten Mittwoch des Monats kommen ganz unterschiedlich 20 bis 40 „Gebärdensprachler“ zusammen, die einen schönen Nachmittag miteinander verbringen oder immer wieder auch interessante Themen besprechen. Denn in einer immer komplexeren Welt häufen sich schwer verständliche Informationen und Sachverhalte, die dann in Gebärdensprache vermittelt werden.

Hörende, die sich in Gebärdensprache versuchen wollen, so zum Beispiel Teilnehmer aus den Gebärdensprachkursen, sind bei den Mittwochs-Treffs übrigens ebenfalls willkommen. Vorbereitet und begleitet werden die Treffs von einem kleinen Team mit Edith Keitz, Anna Schäfer, Helene Krupinski, Josef Plappert sowie Werner Althaus vom Fuldaer Caritasverband.

Das Foto entstand bei der Jubiläumsfeier, zu der rund 50 Besucher gekommen waren. (Kontakt Caritas Hörgeschädigtenhilfe: Tel. 0661 / 2428-330 (Werner Althaus), E-Mail hoergeschaedigt@caritas-fulda.de. (cif)

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