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Hörvortrag “Take care of your ears” – bei der Firma Brilen Trabert

Fulda. Wenn junge Leute  „etwas auf die Ohren bekommen“, dann ist es nicht selten eine für die Hörorgane schädliche Lärmbelästigung. Das machte Hör-Akustikermeister Andreas Trabert, Inhaber der Firma Trabert – Besser Hören, bei einer Infoveranstaltung für Auszubildende von Grümel deutlich. „Take care of your ears” (Passt auf eure Ohren auf) legte Trabert 25 angehenden Elektronikern und Holzbearbeitern sowie Teilnehmern der Jugendwerkstatt Holz ans Herz.

Initiatorin des Treffens war Nancy Lucas, Ausbildungsbegleiterin bei der Grümel-Verbundausbildung Elektro. „Wenn unsere Azubis beispielsweise mit dem Schlagbohrer arbeiten, nehmen sie den Hörschutz oft nicht wichtig genug. Was auch damit zu tun hat, dass es die jungen Leute peinlich finden, relativ große Ohrenschützer zu tragen“, betont Lucas. So informierte Trabert unter anderem über moderne Entwicklungen zum Beispiel mit Filter, die nach seinen Angaben einen ebenso wirkungsvollen wie dezenten Hörschutz gewährleisten.

Bei dem abwechslungsreichen Vortrag  mit Kurzfilm, Beamer-Präsentation, Hörbeispielen  und der Möglichkeit zum Schnellhörtest ging Andreas Trabert nicht ausschließlich auf berufliche Aspekte ein; er sensibilisierte seine Zuhörer auch für einen verantwortungsvollen „privaten“ Umgang mit ihren Hörorganen.

Generell sei es ab einer Geräuschbelastung von 80 Dezibel angeraten, einen Gehörschutz zu tragen. Der Geräuschpegel in vielen Discotheken liege freilich bei 110 Dezibel. Die Schmerzgrenze werde bei 120 Dezibel erreicht.   Zwei Jugendliche erklärten sich bereit, von Trabert die Musikanlagen in ihren Autos durchmessen zu lassen, die voll aufgedreht viel zu hohe Dezibelwerte „produzierten“. Der Hör-Akustikermeister wies auch nach, dass der Musikkonsum mit Handy oder I-Pod bei voller Lautstärke kritische Dezibel-Zonen erreicht. Es gelte, den Ohren nicht zu viel zuzumuten, um messbare Hörschäden schon im Alter von 40 oder 50 Jahren zu vermeiden.

An Beispielen verdeutlichte Trabert  den Veranstaltungsteilnehmern, wie sich eingeschränktes Hören „anfühlt“ und was dies für die Betroffenen sowie den Umgang mit ihnen bedeute. „In Deutschland gibt es 14 Millionen schwerhörige Menschen, aber nur 2,5 Millionen von ihnen tragen Hörsysteme“, erläuterte Trabert, der mit seinem Vortrag intensiv dafür warb, dass es bei den Grümel-Azubis nicht so weit kommt. Nach Angaben von Nancy Lucas ist der anschauliche Vortrag mit seiner Botschaft bei den jungen Leuten gut angekommen.

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