Fulda. Beim Ausbau der Kinderbetreuung hat der Landkreis Fulda mittlerweile eine Versorgungsquote von rund 17 Prozent erreicht. Allein im vergangenen Jahr wurden weitere 150 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren in Tageseinrichtungen geschaffen. Bis zum 31. Juli 2013 schreibt der Gesetzgeber eine Betreuungsquote von bundesweit durchschnittlich 35 Prozent vor.
Andererseits verzeichnen die Jugendhilfeträger steigende Aufwendungen, weil Eltern die Kosten für einen Betreuungsplatz nicht selbst finanzieren können. So werden vom Landkreis gegenwärtig für 550 Kinder die Betreuungskosten in einer Tageseinrichtung übernommen. Die veranschlagten Mittel von 440.000 Euro zur Förderung der Kindertagespflege reichen nicht aus, so dass der Kreisausschuss überplanmäßige Aufwendungen für das Haushaltsjahr 2009 von 110.000 Euro bewilligen musste.
„Gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden, die erhebliche Anstrengungen zur Schaffung entsprechender Betreuungsplätze unternehmen, stellen wir uns dieser gesetzlichen Aufgabe“, unterstreicht Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld. Gleichzeitig sei der Landkreis bestrebt, parallel zu den Angeboten in Tageseinrichtungen die Kindertagespflege weiter auszubauen, da hier die Betreuungszeiten flexibler gestaltet werden könnten und die Betreuungskosten geringer seien.