Fulda (cif). Am Sonntag, dem 13. Juni, feiert das Haus Jakobsbrunnen in der Kronhofstraße 1 am Abtstor sein zehnjähriges Bestehen. Die Caritas- Einrichtung und ihr Team werden sich anlässlich dieses runden „Geburtstages“ mit einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit präsentieren – Nachbarn, Freunde, Förderer der Caritas sowie alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Das Haus ist an diesem Sonntag von 10.00 bis 17.00 Uhr für die Gäste geöffnet. Geboten werden Spezialitäten vom Grill, Kaffee und Kuchen, ein musikalisches Rahmenprogramm und selbstverständlich die Möglichkeit, sich ausführlich über die Arbeit der Caritas-Wohnungslosenhilfe zu informieren und das Haus zu besichtigen.
Integrierte Einrichtung der Wohnungslosenhilfe
Das Haus Jakobsbrunnen ist eine integrierte Einrichtung der Wohnungslosenhilfe des Caritasverbandes für die Regionen Fulda und Geisa e. V. Das Haus umfasst ein Wohnheim, eine ambulante Fachberatungsstelle und eine Tagesstätte. Neben diesen direkt im Haus befindlichen Angeboten sind noch ein ambulantes Betreutes Wohnen, das Übergangsmanagement in der Justizvollzugsanstalt Fulda und der Kleidermarkt des Caritasverbandes angegliedert.
Das Wohnheim mit zehn Einzelzimmern dient der sozialen Wiedereingliederung von wohnungslosen Menschen. Die Zimmer sind alle mit Kochgelegenheit, Kühlschrank und Spüle ausgestattet, damit eine Selbstversorgung gewährleistet ist. Die Betreuung umfasst Hilfen bei Schwierigkeiten mit einer sinnvollen Tagesstrukturierung, der Haushaltsführung, der Körper- und Wohnraumhygiene, in administrativen und finanziellen Angelegenheiten sowie bei gesundheitlichen Problemen (z. B. physischer und psychischer Art, Sucht) und strafrechtlichen Problemen.
In der ambulanten Fachberatung finden wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen Beratung und Unterstützung. Schwerpunkte sind Fragen der Unterkunft, der Existenzsicherung, Schulden, Gesundheitsfürsorge, Straffälligkeit und soziale Beziehungen.
Die Tagesstätte, das Café Jakobsbrunnen, bietet wohnungslosen und gefährdeten Menschen eine Aufenthaltsmöglichkeit, ist Anlauf- und Kontaktstelle. Dazu dürfen die Wohnungslosen die angeschlossenen Sanitärräume für kostenlose Hygienemaßnahmen nutzen.
Ehrenamt spielt eine entscheidende Rolle
Dem Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommt gerade im Bereich des Cafés vom Haus Jakobsbrunnen eine wesentliche Bedeutung zu. Im Betreuten Wohnen werden Menschen, die zuvor wohnungslos waren, in ihren eigenen Wohnungen betreut. Die Hilfeangebote sind ähnlich wie im Wohnheim, allerdings nicht mehr so intensiv. Schließlich sollen die Betreuten nach Möglichkeit mittelfristig wieder selbstständig leben.
Das Übergangsmanagement bezieht sich auf Häftlinge der JVA Fulda, die zur Entlassungsvorbereitung Hilfen wie zum Beispiel Wohnungsvermittlung, Beantragung von Leistungen bei Behörden und andere Problemlagen benötigen. Im Kleidermarkt – schräg gegenüber am Abtstor – werden gut erhaltene Bekleidung, Bettwäsche, Decken, Gardinen und Haushaltsartikel als Spenden entgegengenommen und an bedürftige Personen weitergegeben.