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UNESCO-Camp und UNESCO-Projektwoche in Loheland

100601_UnescoFulda. Zwei UNESCO-Wochen bestimmten das Schulleben in Loheland im Mai. In der ersten Woche (UNESCO-Camp) waren insgesamt 90 Schüler aus allen 18 hessischen UNESCO-Schulen in Loheland zu Besuch und arbeiteten in Workshops an Themen wie Klimawandel, artgerechte Tierhaltung, gerechte Arbeitsbedingungen in der weltweiten Textilindustrie, Energiesicherung in Zusammenarbeit mit dem Biosphärenreservat Rhön, Flüchtlingsproblematik sowie in einem Kunstworkshop zum Thema: „Meine, Deine, unsere Zukunft“.

Als gastgebende Schule konnten 25 Schüler zu den Workshops geschickt werden. In ihrer Eröffnungsrede betonte Frau Winter vom  Kultusministerium, das Frieden in unserer globalisierten Welt nur durch den interkulturellen Austausch zu verwirklichen sei. Wolfgang Kremer vom staatlichen Schulamt hob hervor, dass die UNESCO-Schule Loheland die Vielfalt im Bildungsangebot des Kreises Fulda bereichere und Bürgermeister Meinecke, dass Loheland die einzige weiterführende Schule in der Gesamtgemeinde Künzell ist.

Alexander Jehn vom Kultusministerium, der sich zwei Tage für das Camp Zeit genommen hatte, erläuterte den beteiligten UNESCO-Schulen aus ganz Hessen die Notwendigkeit des Erwerbs übergreifender Kompetenzen in einer zunehmend komplexer werdenden, voneinander abhängigen globalisierten Welt. Einige der im Kunstworkshop hergestellten Bilder und Skulpturen werden demnächst sogar in einer Ausstellung der israelischen Künstlerin Margalit Berriet in Paris ausgestellt.

100601_LohelandKaum war das UNESCO-Camp zu Ende, fing auch schon die UNESCO-Projektwoche an mit dem übergreifenden Titel: „Der blaue Planet. Die Welt in Loheland – Loheland in der Welt.“ Diesmal war die ganze Schule beteiligt, von den Kleinsten bis zu den Größten. Es summte wie in einem Bienenschwarm und passenderweise wurden u.a. Bienenhotels und Nistmöglichkeien gebaut. Das Spektrum war weit gefächert:: Es wurde die Natur beobachtet, eine Seilbahn angelegt, Schwarzlicht- und Improvisationstheater gespielt, drei Kurzfilme in Zusammenarbeit mit dem Ethnologen Sacha Knoche hergestellt  und japanische Haiku Gedichte verfasst.

In Zusammenarbeit wiederum mit dem Biosphärenreservat Rhön wurden 25 Jugendschutzwarte („Rhön-Ranger“) ausgebildet. Eine ganze Woche ohne Schulglocke, festen Klassenräumen, Klassenarbeiten haben Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern, erprobt, anders zu unterrichten, gemeinsam tätig zu sein und voneinander zu lernen: Motto war: Mit Herz und Hand die Welt begreifen und geistig erfassen. Eine Gruppe hat sogar einen Kanon gedichtet, wie schön doch das Lernen in Projekten ist.

Abgeschlossen wurde die Projektwoche der ganzen Schule mit einer gemeinsamen Präsentation,  bei der zum Abschluss viele bunte Luftballons steigen gelassen wurden. Die Schule hat sich nun vorgenommen, zusammen mit Schülern, Eltern und Lehrkräften zu evaluieren, wie durch ein solches Projektlernen die übergreifenden wie Fachkompetenzen im täglichen Unterricht besser vermittelt werden können. Sie sieht darin eine Chance, die Waldorf-spezifischen Ansätze in einer veränderten Welt lebendig zu halten und sich gleichzeitig den Anforderungen zu stellen, denen die Schüler begegnen werden.

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