Fulda. Seit vielen Jahren bieten die Kanu-Vereine Obwalden und Nidwalden auf der Engelberger Aa in der Zentralschweiz Wildwasserwettkämpfe vom Feinsten. Am letzten Mai-Wochenende hat das Organistionsteam um Heinz Wyss aus Buochs am Vierwaltstädter See die Schweizer Wildwassermeisterschaft ausgerichtet. Nach dem absoluten High-Light, der Junioren-Weltmeisterschaft 2009, ein weiterer hochkarätiger Wettkampf, der dem erfahrenen Organisationschef aufgetragen wurde. Und wie immer liefen die Wettkämpfe wie am Schnürchen.
Die Engelberger Aa ist ein 37 km langer Gebirgsfluss in den beiden Zentralschweizer Halbkantonen von Unterwalden. Er gibt dem Engelbergertal seinen Namen. Die Engelberger Aa entspringt westlich vom Surenenpass(2291 m) im Kanton Uri. Sein Oberlauf liegt aber großteils im Kanton Obwalden nördlich des Gebirgsstocks Titlis, von dem ihm das meiste Wasser zufliesst. Bei Engelberg dreht der Fluss von westlicher Richtung nach Norden, fliesst ab Wolfenschiessen etwa 15 km durch den Kanton Nidwalden und mündet bei Buochs in den Vierwaldstättersee.
Nur 6 Grad Wassertemperatur, Regen, Sonnenschein und Schneefall ab 1300 m prägten das Wettkampfwochenende. HKV-Landestrainer Harald Piaskowski hatte eine Schülerauswahl und die Co-Trainer Elke Piaskowski und Viktor Massini eingeladen, um sich mit den Schweizern zu messen und erste internationale Erfahrungen zu sammeln.
Dass diese Erfahrungen Gold wert sein können, bewies Christopher Massini (Fulda) in der Klasse der Schüler B. Er fuhr zwei souveräne Wettkämpfe und holte sich auf der klassischen und der Sprint-Distanz die Goldmedaillen. Bei den Schülern A war es Joshua Piaskowski, der auf beiden Strecken hinter dem Schweizer Urs Zimmermann, auf dem 2. Platz des Treppchens landete. Tobi Kroener aus Wiesbaden ergänzte mit dem jeweils 3. Platz den Medaillen-Spiegel der Hessen-Auswahl. Die Trainer waren begeistert, denn auch die Ergebnisse der Fuldaer Moritz Fladung (CL 05., SP 7.) , Aaron Reith (CL 6., SP 5.) und Moritz Zentgraf (CL 7., SP 8.) konnten sich sehen lassen und komplettierten die durchweg positiven Leistungen.
Erfolgreich war auch Piaskowski‘s Co-Trainer Viktor Massini. Im Sprint-Rennen holte er sich die Silbermedaille und auf der klassischen Distanz kam er als 3. ins Ziel.
Fotos: Harald Piaskowski