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Krise als Chance nutzen: Katholikenratsvorsitzender ruft zur Treue zur Kirche auf

Fulda, Hanau, Marburg, Kassel (mz) Die furchtbaren Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche veranlassen vermehrt Katholiken, die Kirche zu verlassen. Der Vorsitzende des Katho-likenrates, Richard Pfeifer, Biebergemünd-Kassel, vertraut darauf, dass die Kirche sich als Konsequenz aus der derzeitigen Krise reformieren wird, weil sie eine große Glaubensgemeinschaft ist. Er ruft die Gläubigen zur Kirchentreue auf.

„Natürlich bin ich auch tief bestürzt über die furchbaren und unentschuldbaren Geschehnisse in unserer Kirche. Es ist aber nach wie vor mein Glaube und meine Kirche, die mir Heimat ist, die mir in meinem Leben Richtung und Halt in schwierigen Zeiten gibt. Die große Mehrheit der Priester, Ordensleute und auch Laien arbeiten untadelig und zum Wohl der ihnen anvertrauten Menschen. Das darf man nicht ausblenden!“ so Richard Pfeifer. Es gehe letztlich um die lebendige Beziehung zwischen Himmel und Erde, die den christlichen Glauben ausmache. Was Kirche für Menschen in sozialen Notlagen, für die Erziehung von Kindern und Jugendlichen und für Kranke und Sterbende leiste, sei von staatlichen Institutionen nicht leistbar.

Deshalb sei es nach den Worten von Richard Pfeifer jetzt an der Zeit, sich in Treue zum christlichen Glauben und zur Kirche zu bekennen, denn das gesamte Gottesvolk bilde die Kirche in Gemeinsamkeit von Priestern und Laien. Zwingend damit verbunden sei, dass der angestoßene Prozess der Aufarbeitung dieser Missbrauchsfälle konsequent bis zum Ende fortgeführt werden müsse.

„Ich glaube daran, dass unsere Kirche diese schwere Krise als Chance für einen neuen Aufbruch nutzt. Deshalb schaue ich hoffnungsvoll in die Zukunft, die Gott unserer Kirche, unseren Gemeinden und dem Bistum Fulda schenken will“, äußerte sich der Vorsitzende des Katholikenrates Richard Pfeifer (Biebergemünd-Kassel).

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