Fulda. Renate Stieber, Gründerin von GABACA (GERMAN-AMERICAN CULTURAL ASSOCIATION“e.V.), wird künftig als Stellvertreterin die Geschicke der Vereinigung weiter begleiten. Auf der Jahreshauptversammlung wählten die Mitglieder den Sprecher des Fuldaer OBs, Michael Schwab, zum neuen Vorsitzenden des Vereins, der sich um den kulturellen und wirtschaftlichen Dialog zwischen Deutschland und den USA bemüht.
Positive Bilanz
Stieber zog eine positive Bilanz der zurückliegenden Jahre. Vor allem die Reunion-Feier der Amerikaner, zuletzt im vergangenen Jahr, hätten die Präsenz der Amerikaner in Fulda und ihre großartigen Leistungen für Frieden und Freiheit wieder stärker ins Bewusstsein gerückt. 2009 bedeute jedoch eine Zäsur. Denn vermutlich war es das letzte Treffen der Amerikaner, das in dieser Größe in der Domstadt stattgefunden hat.
Aktive und Veteranen des 11. Panzeraufklärungsregiments treffen sich jedoch weiterhin regelmäßig einmal im Jahr in ihrem Heimatland. Die nächste Reunion-Feier findet im Juni im texanischen Houston statt, wie Stieber ankündigte. Als weitere Eckpunkte der Verbandsarbeit nannte sie u.a. das alljährliche Thanksgiving-Fest und Vortragsveranstaltungen mit amerikanischer Beteiligung. Wirtschaftliche Kontakte herzustellen, wie es ursprüngliches Ziel des Vereins war, habe sich als schwieriger erwiesen als gedacht. Deshalb wolle GABACA den Schwerpunkt der Vereinsarbeit künftig auf den kulturellen Austausch legen.
Kontakte für Wilmington intensivieren
GABACAS neuer Vorsitzender Michael Schwab will gemeinsam mit Renate Stieber und Geschäftsführer Rudolf Karras die Kontakte in Fuldas Partnerstadt Wilmington intensivieren. „Eine der Kernsäulen unserer Arbeit ist in Zukunft die Städtepartnerschaft Wilmington/Fulda.“ Ebenso soll die Verbindung zum 11. Panzeraufklärungsregiment gepflegt und erhalten werden. Wenn auch die Zeiten der großen Reunion-Feiern vorbei sein dürften, hoffen GABACAS Vorsitzender und seine Stellvertreterin darauf, dass in Zukunft dennoch kleinere Treffen möglich sein werden. Aktiver als bisher will der Verein in die Jugendarbeit einsteigen und den Austausch mit dem Kontaktclub von Winfried Jäger pflegen.
Ein Herz für die Partnerstädte
Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller, der an der Mitgliederversammlung ebenfalls teilnahm, gratulierte dem neuen Vorstand und begrüßte die inhaltliche Fokussierung der Vereinsarbeit auf die amerikanische Partnerstadt Wilmington. Die Entfernung erleichtere nicht unbedingt den Austausch. Dennoch bestünden sehr enge Kontakte zum dortigen Partnerschaftsbeauftragten Dennis Sheer. Bislang habe es schon auf verschiedenen Ebenen Austausche gegeben, Schüler, Studenten, Künstler waren wechselweise in beiden Städten. „Dieses freundschaftliche und partnerschaftliche Band würden wir gerne weiter intensivieren“, bekräftigte Möller, dem die Partnerschaft selbst sehr am Herzen liegt.
Museumslandschaft
Schwab dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und unterstrich, dass Wilmington einiges zu bieten habe. Die Stadt gehöre mit zu den ältesten in den USA. Zwar erinnere die Hochhaussilhouette im Kern an das Bild vieler amerikanischer Städte. Doch gerade die Museumslandschaft Wilmingtons mit dem „Delaware-Museum“, dem Museum für Moderne Kunst oder dem etwas außerhalb liegenden Hagley Museum mit dem historischen Anwesen der Familie du Pont seien hochattraktive und interessante kulturelle Anziehungspunkte, die einen Besuch lohnen und ein anderes Bild amerikanischer Geschichte vermitteln. Vor allem aber sind die Amerikaner sehr gastfreundlich, lobte Schwab, der für die Partnerstadt Wilmington warb.
Der neue gewählte Vorstand von GABACA:
- Michael Schwab (Vorsitzender)
- Renate Stieber (stellvertretende Vorsitzende)
- Rudolf Karras (Geschäftsführer)
- Hans-Dieter Alt (Kassierer)