Vogelsbergkreis. Fast 40 Jahre war Wolfgang Tenter aus Schwalmstadt in den Diensten des Vogelsbergkreises. Auf fast 30 Jahre kann Elfriede Friedel aus Maar zurück blicken. Beide wurden vor wenigen Tagen von Vizelandrat Gerhard Ruhl in einer kleinen Feierstunde im Lauterbacher Kreishaus offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Wolfgang Tenter hat als Bautechniker im Amt für Gebäudemanagement gearbeitet, Elfriede Friedel arbeitete in der Küche des Freizeitheims in Landenhausen.
Erster Kreisbeigeordneter Ruhl, Kreisbeigeordneter Hanns-Michael Diening und Personalratsvorsitzender Ernst Heidelbach würdigten die Verdienste, dankten für das Engagement und wünschten für den neuen Lebensabschnitt vor allem Gesundheit. Christa Wiese, stellvertretende Hauptamtsleiterin, Conny Hentz-Döring, Frauenbeauftragte, Helmut Benner, stellvertretender Jugendamtsleiter, Hochbauamtsleiter Ewald Keil und Silke Kraft aus dem Hochbauamt sowie Silvia Lucas aus der Jugendförderung schlossen sich den guten Wünschen an.
Personalratsvorsitzender Heidelbach beschrieb den stellvertretenden Leiter des Hochbauamts als „zielgerichtet, pragmatisch und kreativ“ bei allen Aufgabenstellungen und sprach von „höchster Wertschätzung“, die Wolfgang Tenter genieße. Amtsleiter Ewald Keil unterstrich die jahrelange gute Zusammenarbeit und die Eigenschaft Tenters, für guten Zusammenhalt im Team beigetragen zu haben.
Der in Magdeburg geborene Wolfgang Tenter, der in Treysa wohnt, hat die Grundschule in Haldensleben besucht und kam dann mit seiner Familie nach Ziegenhain, wo er die Mittlere Reife ablegte. Nach der Maurerlehre arbeitete er zunächst als Maurergeselle und ging dann für zwei Jahre zur Bundeswehr. Von 1969 bis 1971 besuchte er die Staatliche Technikerschule in Alsfeld und schloss seine Qualifikation als Stahlbetonbau-Techniker ab. Am 1. März 1971 wurde er als Bautechniker beim Kreisbauamt eingestellt. Seit 1994 war er stellvertretender Leiter der Hochbauabteilung und gehörte auch seit 1985 dem Personalrat an.
Elfriede Friedel war „so etwas wie eine Institution in Landenhausen“ sagte Silvia Lucas. Die Verantwortung für die Küche erstreckte sich oft auch für viele andere organisatorische Dinge. Tausende von Kindern und Jugendliche seien von Frau Friedel bestens versorgt worden. Dabei habe sie immer auf heimische Spezialitäten Wert gelegt. Ihr sei es zu verdanken, dass beispielsweise Jugendliche aus dem Landkreis Plön „jetzt wissen, was Beutelches sind“.
Die aus Maar stammende Elfriede Friedel trat 1959 als Näherin und Schneiderin ins Berufsleben ein. Seit 1981 war sie im Freizeitheim des Kreises in Landenhausen fürs Kochen und für die Reinigung zuständig.