Fulda. „Die Mobilität behinderter Menschen unserer Stadt liegt uns am Herzen“, so Oberbürgermeister Gerhard Möller bei der Vorstellung von einem weiteren Modul der Busfahrerausbildung bei den ÜWAG-Verkehrsbetrieben. Unter dem Slogan „Markt und Image“ werden zur Zeit wieder Busfahrerinnen und Busfahrer für den Verkehrsdienst auf Fuldas Straßen geschult. Ein Schwerpunkt dieser Ausbildung liegt auf den besonderen Bedürfnissen behinderter Menschen. Wie gebe ich richtig Hilfestellung, welche Situationen sind angepasst, welche weniger – mit all diesen Fragen werden die jungen Fahrer konfrontiert.
Fuldas Behindertenbeauftragter und Bürgermeister Dr. Wolfgang Dippel freut sich, dass die ÜWAG sich diesen Themen verstärkt annimmt. „Gerade diese Menschen sind auf den Bus angewiesen, da ist es nur richtig, dass dies im Unterricht praxisnah behandelt wird“, gibt Dippel zu verstehen.
Schon viel getan – dennoch noch viel zu tun
„Unsere Stadtbusse und Haltestellen sind behindertengerecht, jedoch gibt es immer Verbesserungsmöglichkeiten“, so Möller im Hinblick auf weitere Verbesserungen in den Bussen und den Haltepunkten. So denkt die Stadt und die ÜWAG etwa an vereinzelt höhere Sitzmöglichkeiten an den Haltestellen nach, die das Aufstehen erleichtern. Weiterhin sollen nur noch Niederflurbusse beschafft werden, die den Linienverkehr vollkommen rollstuhlgerecht machen. Eine besondere Kennzeichnung im Fahrplan des ÜWAG-Verkehr soll die „rollstuhlgerechten“ Busse kennzeichnen, wobei nahezu alle Linien im Stadtgebiet mit entsprechenden Bussen bedient werden.
Möller und Dippel sind sich einig, dass neben diesen finanziellen und baulichen Maßnahmen vor allem der persönliche und Service-Gedanke der Busfahrerinnen und Busfahrer gefragt ist. „Hält der Bus zu weit vom Bussteig entfernt, so hilft keine Erhöhung, kein Niederflurbus weiter“, gibt Dippel zu bedenken. „Die Sensibilisierung und das Einfühlungsvermögen der Fahrerinnen und Fahrer ist daher das A und O des guten Miteinanders von Dienstleister und Kunde“, sind sich beide einig. (hm)