Fulda. Am vergangenen Samstag alarmierte die Leitfunkstelle Fulda die Bergungsgruppen des Technischen Hilfswerks Ortsverband Fulda zu einer Gasexplosion auf dem Firmengelände einer Fuldaer Eisenwarengroßhandlung. Bei Wartungsarbeiten an der im Keller befindlichen Heizungsanlage kam es nach ersten Meldungen zu einer Verpuffung, sodass sowohl Keller als auch Erdgeschoss, nicht mehr zugänglich waren.
Nach der Soforterkundung wurde festgestellt, dass die einzige Möglichkeit an den Heizungsraum im Keller zu gelangen, durch eine ca. 40 cm starke Betondecke im 1. Obergeschoss war. Der Gruppenführer der ersten Bergungsgruppe, Florian Johannes, forderte durch die Einsatzleitung schweres Gerät an die Einsatzstelle nach. Zwischenzeitlich bereiteten die Helfer bereits alles zur Schaffung einer Rettungsöffnung vor.
Nach dem Eintreffen des angeforderten Materials wurde mit dem Aufbau der Betonkettensäge und eines schweren Kettenzuges zur Sicherung gegen abstürzen der Decke begonnen. Etwa 45 Minuten und 700 Liter Kühlwasser der Betonkettensäge später ging die Meldung “Rettungsöffnung geschaffen” bei der Einsatzleitung ein. Sofort seilten sich zwei, mittels Auffanggurt gesicherte, Helferdurch die geschaffene Rettungsöffnung in das darunterliegende Stockwerk ab.
Bei der eingeleiteten Erkundung fanden Sie den schwerverletzten Heizungsmonteur. Nach der Erstversorgung durch einen Arzt konnte dieser mittels Seilbahn aus dem schwer angeschlagenen Bürogebäude transportiert und an den bereitstehenden Rettungsdienst übergeben werden. Die beteiligten Helfer konnten endlich tief durchatmen. Bei der weiteren Erkundung und späteren Abstütz- und Aussteifarbeiten konnten keine weiteren Personen gefunden werden.
Zum Glück handelte es sich hierbei um eine Einsatzübung, um die Kenntnisse und Fertigkeiten der Bergungsgruppen zu prüfen. Nach einer detailierten Übungsnachbesprechung durch den Zugführer des Technischen Zuges Fulda, Christian Fischer und den Worten “Es ist alles zu meiner vollsten Zufriedenheit gelaufen!” traten die Helfer den verdienten Feierabend an. Auf diesem Weg möchten wir uns vielmals bei der Hochschule Fulda für die zur Möglichkeit zur Nutzung des Geländes und der Gebäudetrakte bedanken. Diese werden Ende März zur Erweiterung der Hochschule einem hochmodernen Neubau weichen.















