Fulda (cp). Der seit der Gebietsreform im Jahre 1972 zu Fulda gehörende Stadtteil Zirkenbach feiert vom 30. April bis 03. Mai 2010 sein 850-jähriges Dorfjubiläum. Die Festvorbereitungen zur 850-Jahr-Feier sind nach Aussage von Ortsvorsteher Josef Krick in vollem Gange. Während am Freitag, den 30. April, der Tanz in den Mai mit „S’team“ stattfindet, tanzt die Kirmesgruppe am 1. Mai um den Maibaum und Sabine sorgt für Unterhaltungsmusik. Am Sonntag, den 2. Mai, sind die Bürgerinnen und Bürger um 10 Uhr zu einem Festgottesdienst im Festzelt am Bürgerhaus eingeladen, dem sich eine Feierstunde anschließt. Gegen 12 Uhr wird eine historische Ausstellung im Bürgerhaus eröffnet und die durch den Ortsbeirat überarbeitete bzw. ergänzte Chronik von Zirkenbach vorgestellt. Neben einem Quiz über den Stadtteil und verschiedener Aktivitäten sorgt der Musikverein Harmerz für Unterhaltungsmusik. Am Montag den 2. Mai klingt das Fest mit der Kapelle „Die Finkenberger“ aus.
Zirkenbach kommt von „Circumbach“
Seine Geographie verdankt der Ort auch seinen Namen, der 1160 erstmals urkundlich erwähnt wurde: „Circumbach“ beschrieb den bogenförmigen Verlauf des Baches. Über Jahrhunderte prägte die Zugehörigkeit zur Propstei Johannesberg die Geschichte, kirchlich gehört der Stadtteil heute noch zur dortigen Pfarrei. Zirkenbach war früher ein ausgesprochenes Fachwerkdorf, deshalb wurde auch das Bürgerhaus 1994 – mit einem erheblichen Teil an Eigenleistung der Bürger – im Fachwerkstil erbaut. Auch die in 2009 neu erbaute Sandsteinmauer am Bürgerhaus zur Abstützung der Böschung zur Straße passt sehr gut in das Ortsbild. In alte Zeiten versetzt den Besucher die Dorfglocke, die täglich um sechs, um zwölf und um 18 Uhr den Bewohnern die Uhrzeit mitteilt. Sie wurde auch als Logo zur 850-Jahr-Feier verwendet.
Vereine als Kulturträger
Aktuell leben 462 Einwohner in der stadtnahen Gemeinde. Von 1949 bis heute nahm die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe kontinuierlich ab. Von den Hüttnerhöfen wird keines mehr bewirtschaftet, so dass heute nur noch zwei Vollerwerbslandwirte und zwei Nebenerwerbslandwirte bestehen. Fixpunkt des gesellschaftlichen Lebens sind die Feuerwehr – wobei Johannesberg und Zirkenbach eine organisatorische Einheit bilden – und der Bürgerverein. Von den Vereinen wird jährlich das 1. Mai – Fest und das Hutzelfeuer ausgerichtet, die Kirmes gefeiert, Ausflüge, Besichtigungen, Wanderungen, Radtouren und die Gedenkfeier zum Volkstrauertag organisiert. Somit sind die Vereine wichtige Kulturträger für den Ort, die das gesellschaftliche Miteinander fördern.