Fulda. In diesem Jahr können junge Erwachsene beim Landkreis Fulda erstmals ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ableisten. Der Landkreis wird in Zusammenarbeit mit dem Landesfeuerwehrverband Hessen eine solche Stelle anbieten, die in Kürze ausgeschrieben werden soll. Die Einsatzfelder reichen vom klassischen Feuerwehrdienst, über die Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Brandschutzerziehung bis hin zu Verwaltungstätigkeiten.
Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld und Kreisjugendfeuerwehrwart Michael Knoth sehen in der Einrichtung der Stelle eine Chance sowohl für interessierte Jugendliche als auch die Feuerwehr. Zum einen profitierten junge Menschen, die im Lebensabschnitt zwischen Schule und Ausbildung bzw. Studium neue Erfahrungen sammeln wollten. Zum anderen sei es sich auch eine Bereicherung für die freiwilligen Feuerwehren, wenn junge Menschen mit einer vielleicht neuen Herangehensweisen den Feuerwehralltag ergänzen würden.
„Ziel ist es, junge Menschen bei der beruflichen Orientierung zu unterstützen und ihnen die Aufgaben und Arbeitsweise der freiwilligen Feuerwehren näher zu bringen“, betonen Erster Kreisbeigeordneter Dr. Wingenfeld und Kreisjugendfeuerwehrwart Knoth. Auch soll damit das Interesse bei jungen Menschen für den wichtigen Dienst der freiwilligen Feuerwehr und der Jugendfeuerwehren geweckt werden, um auf diese Weise eine effektivere Nachwuchswerbung betreiben zu können sowie neue Interessentinnen und Interessenten zu gewinnen.
Bewerberinnen und Bewerber sollten das 18. Lebensjahr vollendet haben und nicht älter als 27 Jahre sein. Falls noch nicht vorhanden, müssen sie den Grundlehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Kassel besuchen und zum Einsatzdienst bei der Feuerwehr bereit sein. Während des Freiwilligen Sozialen Jahres ist die Teilnahme an 25 Bildungsveranstaltungen zu je fünf Tagen verpflichtend. Das FSJ zählt als fachpraktischer Teil für die Fachhochschulreife und kann ersatzweise für den Zivildienst abgeleistet werden.