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„Der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste Weg“

091231_Schulwegsicherheit

Fulda. Dank der Weihnachtsferien können viele Schüler zurzeit ausschlafen und müssen sich nicht in winterlicher Dunkelheit auf den Weg zur Schule machen. Doch nach den freien Tagen sind wieder überall im Landkreis Schülerinnen und Schüler zu Fuß, mit Bussen oder Fahrrädern unterwegs, um zum Unterricht zu gelangen.

Damit der Fußweg zur Schule möglichst wenige Gefahrenquellen aufweist, erstellen Schulleitung, Polizei und Verkehrsbehörde mindestens bis zur siebten Klasse Schulwegpläne, denen Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern den sichersten Weg zur Schule entnehmen können. „Diese Pläne werden bei infrastrukturellen oder verkehrlichen Veränderungen aktualisiert und an die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern ausgehändigt“, erklärt Felix Gaul, Fachdienstleiter Schulen der Kreisschulverwaltung. Und auch für diejenigen Schüler, die mit dem Fahrrad unterwegs sind, halten Kreisverwaltung und Polizei Maßnahmen für einen sicheren Schulweg bereit. Mithilfe der Fahrradausbildung der Jugendverkehrsschule des Landkreises werden die Schülerinnen und Schüler für den Schulweg mit dem Fahrrad fit gemacht.

Die meisten Schüler gehen – zumindest in den Wintermonaten – zu Fuß in die Schule oder fahren mit dem Schulbus. Um den Fußweg so gefahrenfrei wie möglich zu halten, verfügt jede Schulleitung über einen Schulwegplan, auf dem die sichersten Wege zur Schule gekennzeichnet sind. Damit die Schüler wissen, welchen Weg sie von ihrem zu Hause zur Schule gehen sollen, werden die Eltern der Anfangsklassen gebeten, den Schulweg ihrer Kinder zu skizzieren. Das Gremium der zuständigen Behörden überprüft diese Skizzen anhand ihrer Pläne und schlägt den sichersten Fußweg vor. Der Schulwegplan wird rechtzeitig vor Schulbeginn an die Eltern mit der Bitte ausgegeben, ihn mit den Kindern einzuüben. So erhält jeder Schüler bis zur siebten Klasse einen Schulwegplan, der so viele Gefahrenquellen wie möglich umgeht. Außerdem ist der Schulwegplan Gegenstand der schulischen Ver-kehrserziehung. Da Wohngebiete zusammengefasst werden, kann der Schulweg gemeinsam mit anderen Laufschülern zurückgelegt werden.

„Wir wollen auch erreichen, dass die Schülerinnen und Schüler wieder mehr laufen“, unterstreicht Engelbert Auth vom Regionalen Verkehrsdienst. Dennoch: „Man darf nicht vergessen, dass Kinder eben Kinder sind. Deshalb müssen auf dem Schulweg Umwege in Kauf genommen werden, um Gefahren zu minimieren. Der kürzeste Weg ist nicht immer der si-cherste Weg.“

Auch wenn es derzeit noch kalt draußen ist, werden schon in einigen Wochen wieder viele Schüler mit dem Fahrrad zum Unterricht fahren. Auch dabei lauern Gefahren. Damit sich die Schülerinnen und Schüler sicher und vorausschauend im Straßenverkehr bewegen können, nehmen kreisweit alle Viertklässler im Rahmen der schulischen Verkehrserziehung an einer Radfahrausbildung teil. In Kleingruppen und mit dem eigenen Fahrrad lernen die Kinder von den Ausbildern der Jugendverkehrsschule des Landkreises Fulda, die organisatorisch dem Polizeipräsidium Osthessen unterstellt ist, das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Für einen möglichst großen Lernerfolg wird das Fahren im realen Verkehr geübt. Nach der Schulung sollten die Schülerinnen und Schüler in der Lage sein, ihren Schulweg auch mit dem Fahrrad sicher zu bewältigen. Auth appelliert in diesem Zusammenhang an die Eltern: „Man sollte nicht zu früh beginnen, die Kinder mit dem Fahrrad in die Schule fahren zu lassen. Erst wenn sie die Radfahrausbildung hinter sich gebracht haben, können sie den Schulweg auch mit dem Fahrrad sicher bewältigen.“

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