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Arbeitsagentur Fulda meldet weiterhin niedrigste Arbeitslosenquote in Hessen

Fulda. Die Sommerpause hat in diesem Jahr außergewöhnlich geringe Auswirkungen auf die Arbeitslosenzahlen: Im Juli waren in Deutschland 3,715 Millionen Menschen ohne Beschäftigung und damit nur 28.000 mehr als im Juni, wie die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Im Bezirk Fulda stieg die Arbeitslosigkeit von 5,8 auf 6,1 Prozent. Dennoch behält die Region die niedrigste Arbeitslosenquote aller Agenturbezirke in Hessen. Der Durchschnittswert für Hessen liegt bei 7,6 Prozent.

„Der leichte Anstieg um 0,3 Prozentpunkte lässt mich dennoch optimistisch in die Zukunft blicken, da unter Anbetracht der gestiegenen Stellenmeldungen (plus 13 Prozent im Vergleich zum Vormonat) genügend Einstellungspotenzial in den Unternehmen vorhanden ist, um nach der Urlaubsphase die Anzahl der Arbeitslosen wieder abbauen zu können“, so Birgit Mathes, Geschäftsführerin für den operativen Bereich in der Agentur für Arbeit Fulda.

„Außerdem sind die Monate August, September und Oktober in den vergangenen Jahren immer von einer Belebung gekennzeichnet gewesen“, so Mathes weiter. Mitte Juli waren 6.709 Menschen im Agenturbezirk arbeitslos gemeldet. Zum Vormonat stieg die Zahl der arbeitslosen Menschen um 402 (+6,4 Prozent), zum Vorjahr ist aber eine Abnahme
um 313 (-4,5 Prozent) zu verzeichnen. Die Entwicklung für ganz Hessen ist ähnlich, hier liegt der Anstieg zum Vormonat bei 3,0 Prozent (+ 6.903 Personen) während der Rückgang zu Juli 2006 mit minus 16,3 Prozent stärker ausgeprägt ist.

Der stärkere Abbau zeigt hier deutlich, dass sich der positive Trend zeitversetzt im Vergleich zu der Arbeitsagentur Fulda in den anderen hessischen Regionen bemerkbar macht. Die Zunahme im Juli entfällt überwiegend auf den Personenkreis nach dem SGB III (zum Vormonat plus 15,8 Prozent), während die Arbeitslosen für den SGB II Sektor zum Vormonat
um 0,6 Prozent angestiegen sind.

Diese Entwicklung im SGB III Bereich ist nicht ungewöhnlich, da sich erfahrungsgemäß in den Sommermonaten verstärkt junge Menschen arbeitslos melden, deren Schul- oder Lehrausbildung endet und die noch keinen beruflichen Ansatz gefunden haben. Bei den männlichen Bewerbern steht zudem oft die Bundeswehr oder der Zivildienst an. So ist bei den Jüngeren unter 25 Jahren zum Vormonat ein Anstieg um 252 auf 911 Arbeitslose festzustellen. Allein 435 Menschen haben sich nach Abschluss einer Ausbildung im SGB III Bereich arbeitslos gemeldet. Davon waren 316 unter 25 Jahre alt.

Die Neuzugänge bei den Arbeitslosen bis 25 Jahre kamen überwiegend aus dem Dienstleistungsbereich mit fast 200 und mit einer Anzahl von 83 Arbeitslosen aus den Fertigungsberufen. Der Anstieg zum Vormonat betrifft nicht alle Personengruppen gleichstark. Während die Jüngeren unter 25 Jahren den Hauptanteil mit 252 Arbeitslosen (+38,2 Prozent) tragen, ist bei den Älteren über 55 Jahre sogar eine leichte Abnahme um 24 Personen festzustellen. Eine
weitere Auffälligkeit ist der überproportionale Anstieg bei den Frauen um 319 Arbeitslose oder 9,2 Prozent, die männlichen Arbeitslosen stiegen nur um 83 Personen oder 2,9 Prozent.

Dadurch hat sich auch der Frauenanteil mit 56,3 Prozent an allen Arbeitslosen weiter aufgebaut. Auch im Vorjahresvergleich setzt sich diese Entwicklung fort. Bei den Männern errechnet sich eine Abnahme von 11,1 Prozent (-366 Arbeitslose), der Frauenanteil ist um 1,4 Prozent (+53 Arbeitslose) gestiegen. Dagegen fällt der Rückgang bei der Gruppe der Älteren im Vergleich zum Vorjahr mit minus 185 erfreulicherweise besonders hoch aus. Hiervon haben die Arbeitslosen ab 55 Jahre mit minus 147 am stärksten profitiert.

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