Fulda (bpf). Seit mehr als drei Jahrzehnten besteht das „Hilfswerk Mission und Kirche“ der Fuldaer St.-Pius-Pfarrei. Am 1. Mai 1975 wurde es durch Umwandlung des einstigen Kirchbauvereins errichtet. Seit dieser Zeit haben seine Mitglieder und sonstige Spender über 1.652.000 Euro an Missions-, Entwicklungs- und Katastrophenhilfe in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika aufgebracht. 1.049 Projekte in über 20 Ländern der Erde konnten vom „Hilfswerk“ unterstützt werden. Über 1,6 Millionen Euro in 34 Jahren – diese Bilanz kann sich sehen lassen. Das „Hilfswerk Mission und Kirche“ der Fuldaer St.-Pius-Gemeinde ist jedoch nur ein Beispiel pfarrlicher Not- und Entwicklungshilfe.
Wie aus dem jetzt vorliegenden Rechenschaftsbericht 2008 hervorgeht, zählte das Hilfswerk zur Jahreswende 166 Mitglieder mit einem jährlichen Spendenaufkommen von 24.411 Euro. Dank vieler hoher Einzelspenden konnten im vergangenen Jahr insgesamt 36.200 Euro eingenommen und damit 35 Projekte in vielen Ländern der Welt gefördert werden. Die Liste der unterstützten Projekte macht deutlich, daß besonders immer da spontan geholfen wurde, wo größte Not und Hunger herrschten, verheerende Naturkatastrophen oder sonstige bedrohliche Situationen gemeldet wurden. So gingen beispielsweise im vergangenen Jahr allein 6.000 Euro an die Caritas in Freiburg für Erdbeben- und Flutopfer in China, Burma, Asien und der Karibik.
Daß die Spenden ankommen, beweisen zahlreiche Dankschreiben. So dankt der Bischof von Bathery (Indien), Geevarghese Mar Divannasios, für die Unterstützung von 30 Studenten mit 1.200 Euro. Von Schwester Hugoline Deselaers SSpS aus Surabaya in Indonesien stammt ein Dankesbrief für eine Spende über 1.800 Euro, die kranken Kindern zugute kommt. Schwester Gertrud von den Schwestern von Germete (Warburg) ist von ganzem Herzen dankbar für die Unterstützung der Missionsarbeit in Bolivien. Mit einer Gesamtsumme von 4.200 Euro hatte das Hilfswerk Mission und Kirche Mut gemacht. Auch vom Provinzialminister der Thrüingischen Franziskanerprovinz, P. Hadrian Koch OFM, kommt Dank für eine gewährte Beihilfe von 1.000 Euro für die Ausbildung von Ordensleuten in Westafrika. Die Liste ließe sich leicht fortführen.
Die meisten der unterstützten Missionare und Schwestern sind den Verantwortlichen des Hilfswerks seit langem bekannt, viele haben der Gemeinde schon einen Besuch abgestattet, so daß auch persönliche Kontakte aufgebaut werden konnten. Seit Jahren arbeitet man auch sehr eng mit den großen kirchlichen Hilfswerken zusammen. „Den vorstehenden Briefen können Sie auch diesmal wieder entnehmen, wie gut Ihre Spenden eingesetzt werden und wie dankbar die Empfänger sind“, schreibt Pfarrer Rudolf Liebig, dem das „Hilfswerk“ ebenso wie seinem unvergessenen Vorgänger, dem 2006 verstorbenen Pfarrer Werner Diegmüller, und dessen Nachfolger, P. Wolfgang Mayer OFM, ein besonderes Anliegen ist. Wer das Anliegen mittragen und Projekte des Hilfswerkes unterstützen möchte, kann jederzeit Spenden an das Hilfswerk Mission und Kirche, Konto 41 051 513 bei der Sparkasse Fulda (BLZ 530 501 80) überweisen.