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„Kultur Transit“: Rahmenprogramm der Bad Hersfelder Festspiele

Bad Hersfeld. Die Bad Hersfelder Festspiele zeichnen sich nicht nur durch große, eigene  Theaterproduktionen  aus  –  in  der  59.  Spielzeit  in  der  Stiftsruine durch  die  „Odyssee“, Regie  Torsten  Fischer,  „Käthchen  von Heilbronn“, Regie Johanna Schall und das Musical „West Side Story“, Regie Matthias Davids – sie bieten auch ein Rahmenprogramm, das sich thematisch mit  Inhalten  der  Hauptproduktionen  verbindet.  In  diesem  Jahr  ist  es  das Thema „Transit“. Kultur Transit.

Grenzwerte

Die  Grenzwerte  zwischen  Liebe  und  Unterwerfung,  was  macht  eine Grenze/Mauer/ein Eingesperrtsein physisch wie psychisch mit den Menschen, wie kann man sich bewegen, hindurchgehen, umgehen? Das sind spannende Fragen und Intendantin Elke Hesse ist es gelungen eine Vielzahl von Akteuren  zu gewinnen, die Erhellendes  in  ihrem Reisegepäck, sozusagen auf dem Transit durch Bad Hersfeld vortragen werden. Es gibt viel Musik und zwei Ausstellungen. Ob nun der Historiker Prof. Hans Joachim Gehrke „Odysseus als griechischer  Politiker“  beleuchtet,  der  Österreicher  Otto  Brusatti  launig  und charmant die „Odyssee“  in Ausschnitten erzählt, oder Dora Borkoff von „Penelope, eine Erfahrung“ literarisch aus der Sicht Penelopes die Frage aufwirft, ob es wirklich immer falsche „Winde“ waren, die Odysseus nicht nach Hause kommen  ließen?  – es werden spannende Aspekte sein, die vielleicht auch die Gründe eigener „Odyssee“n erhellen. Junge Menschen befinden  sich  oft  in  Transit-Lebensabschnitten.  Davon  berichtet  im Kultur Transit Programm die Produktion „norway.today“.

Die Geschichte, wie sich zwei Zwanzigjährige im Chatroom verabreden, um in Norwegen zu sterben. Die jugend@festspiele setzen ihre Vorstellungen  zum Transit in Bewegungsinstallationen, „Unterwegs – ein Koffer voll Straßentheater“ oder  der  Frage  nach  „Lieblingsmenschen“  um.  Es  gibt  viele  Lesungen. Stellvertretend sei Michael Rastl genannt. Er bietet mit seinen Lesungen der Texte von Joseph Roth an, einen Schriftsteller und Journalisten kennenzulernen,  der  ein  Meister  war  in  der  Beschreibung  der  Lebensumstände  seiner  Zeit  und  diese waren  in  den  zwanziger  Jahren  bis  1939 sehr bewegt und von vielen Übergängen geprägt. Susanne Bredehöft spielt in einer Produktion des Theaters Bonn Brigitte Bardot,  spricht  deren  Texte,  singt  deren  Lieder  und  zeigt  eine  Person, die  schwer  zu  tragen hat an den  zwei Seiten  ihres  Lebens: Dem eines Medienstars und einfach nur Mensch sein.

„Historischen Wandertag“

Und richtig aktuell und aktiv wird es am 11. Juli um 14 Uhr in Philippsthal  und Vacha beim  „Historischen Wandertag“ . “Wir wollen uns von diesen Orten, vom ehemaligen Osten und Westen aufeinander zubewegen. Zu Fuß, mit Fahrrädern, mit Kanus auf der Werra und mit Heißluftballons. Ziel  ist die Werrabrücke, die seit mehr als 800 Jahren Philippthal mit Vacha verbindet.Bewegung ist Freiheit. In diesem Sinne bewegen wir uns aufeinander zu. Verlassen wir alte Räume, Gedankenräume um Neues zu erfahren”, heißt es in der Presseinformation. Vorverkauf für diese Veranstaltungen ab 2. Juni 2009. Ticket-Service: 06621 201 360 Weitere Informaionen  zu  den  59.  Bad  Hersfelder  Festspielen  unter www.bad-hersfelder-festspiele.de

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