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Feier der Zulassung der Katechumenen zur Taufe

Fulda (bpf). „Sie sind für uns eine Bereicherung und ein Geschenk! Deshalb freuen wir uns, dass Sie nun bald voll und ganz zur Gemeinschaft der Kirche gehören“, unterstrich Bischof Heinz Josef Algermissen bei der Feier der Zulassung zur Taufe von vierzehn Katechumenen aus der gesamten Diözese. In seiner Ansprache am ersten Fastensonntag in der Michaelkirche zu Fulda machte der Oberhirte deutlich, dass Kirche wesentlich eine Weggemeinschaft sei, die sich von Gott rufen lasse und sich dann aufmache, um dem Herrn entgegenzugehen. „Sie werden gleich durch meine Handauflegung die segnende Zuwendung unserer Kirche erfahren – so werden Sie auf den Weg der 40 Tage geschickt, um am Ende einzutauchen in das österliche Licht und damit bei Jesus Christus zu Hause zu sein“, sagte Algermissen. Die Katechumenen seien ein Segen für die Kirche und sollten auch zum Segen für andere werden.

„Kommt und seht!“

Die erste Berufungsgeschichte im Johannesevangelium erzähle davon, wie Menschen zum Glauben an Jesus Christus gekommen und was mit ihnen auf dem Weg zur Taufe geschehen sei, so der Bischof zu Beginn seiner Predigt. Zwei Männer versuchten, mit Jesus Kontakt aufzunehmen und gingen hinter ihm her, wüßten aber nicht recht, wie sie es anstellen sollten. Jesus jedoch helfe ihnen, indem er stehenbleibe, sie herankommen lasse und frage: „Was wollt ihr?“ Sie hätten geantwortet: „Meister, wo wohnst du?“, was sicher nicht eine simple Frage nach seiner Adresse gewesen sei. „Es ist vielmehr eine hintergründige Frage nach seiner Person“, betonte der Bischof und stellte heraus, Jesus hätte sagen können, dass er vom Himmel auf die Erde gekommen und der Sohn Gottes und zugleich ihr Bruder sei. Aber nichts davon würden die beiden da wohl verstanden haben. Darum habe Jesus anders gehandelt. Er sagte zu ihnen: „Kommt und seht!“ Sie seien dann mit ihm gegangen und an jenem Tag bei ihm geblieben. „Diesen Tag haben sie nicht mehr vergessen“, so Algermissen.

Bald nach der ersten Begegnung seien sie mit anderen wieder zu Jesus gekommen und dauerhaft bei ihm geblieben, fuhr der Bischof fort. „Sie teilen sein Leben, gehen seine Wege mit, hören sein Wort und sehen seine Taten; sie tasten sich Schritt für Schritt tiefer hinein in sein Geheimnis.“ Langsam hätten sie immer mehr von ihm und von dem Reich Gottes, von dem er sage, dass es nahe sei, verstanden. Sie fingen auch an, seine Liebe zu erahnen und ihr Herz davon verändern zu lassen. Später, als sie schon längst bei Jesus gewesen seien, als er in Kapharnaum von dem Brot des Lebens gesprochen habe, das er selber sei, und als viele, darüber bestürzt, sich zurückgezogen hätten, da habe Simon Petrus im Namen der Zwölf bekannt: „Du allein hast Worte des ewigen Lebens. Wir sind zum Glauben gekommen und haben erkannt: Du bist der Heilige Gottes!“ Das bedeute: Petrus und die anderen Apostel hätten zwar längst noch nicht alles verstanden und verarbeitet, was Jesus sage und tue, aber so viel wüßten sie sicher: „Wir wollen dich und deine Liebe niemals mehr loslassen! Du bist der eigentliche Schatz unseres Lebens geworden!“

Jesu Nähe suchen

Bischof Algermissen rief die Taufbewerberinnen und Taufbewerber dazu auf zu lernen, Jesu Nähe zu suchen, seine Worte zu hören, seine Wege mitzugehen und ihr Leben davon verändern zu lassen, bis hin zu dem Bekenntnis: „Herr, wohin sollen wir denn sonst gehen, du allein hast Worte des ewigen Lebens.“ Der Oberhirte wünschte den Taufbewerbern einen solchen gesegneten Weg und ihren Begleitern in den Gemeinden die Freude gemeinsamer Christusentdeckungen.

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