Fulda. Im Rahmen einer Hörsaalveranstaltung wurde am Klinikum Fulda das Zentrum für Physikalische Therapie und Frührehabilitation offiziell eröffnet. Der Vorstand des Klinikums Fulda, Harald Jeguschke, begrüßte die zahlreich erschienen Gäste im Hörsaal und hob die Bedeutung des Zentrums hervor. Die Behandlung von Patienten mit komplexen Ausfallserscheinungen, z. B. nach einem Schlaganfall, einer Operationen am Kopf oder des Bewegungsapparates ist umso erfolgreicher, je besser eine kompetente, interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen organisiert ist.
Aus diesem Grund wurden am Klinikum Fulda die bisher verschiedenen Bereichen zugeordneten Krankengymnasten, Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten und Neurophysiologen in einem virtuellen Zentrum für Physiotherapie, Physikalische Therapie und Frührehabilitation zusammengeführt, in dem Patienten individuell, bedarfsgerecht und interdisziplinär behandelt werden können.
Ziel ist es, die körperliche Funktionsfähigkeit der Patienten wieder herzustellen, zu unterstützen und dauerhafte Behinderungen und Komplikationen zu vermeiden oder zu lindern. Als Leistungsschwerpunkte werden u.a. Krankengymnastik, Atemtherapie, Kontinenztherapie, Lymphdrainage Logopädie, Ergotherapie und Neuropsychologie ebenso angeboten, wie Fangopackungen oder Eisbehandlungen.
In dem Zentrum werden – unter der ärztlichen Leitung von Dr. med. Jürgen Klotz – somit die Patienten aller Fachkliniken durch erfahrene Mitarbeiter der Physiotherapie, Physikalischen Therapie, Logopädie, Ergotherapie und Neuropsychologie behandelt. „Ein Physiotherapieteam mit insgesamt 19 Therapeuten versorgt – bis auf die Klinik für Psychiatrie – alle Fachbereiche des Klinikums“, erläuterte Petra Richter, Abteilungsleiterin der Physiotherapie. Die genannten Therapeutengruppen der Psychiatrie bleiben dort wegen der besonderen Patientenbindung fest zugehörig. Die einzelnen Therapeuten sind bestimmten Stationen zugeordnet, so dass Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen von jeweils besonders qualifizierten Therapeuten optimal betreut werden können. „Besonders wichtig ist uns die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit allen an der Genesung der Patienten beteiligten Berufsgruppen in unserem Klinikum“, so Dr. Klotz.
Foto (v. links): Prof. Dr. Andreas Jacobs, Priv.-Doz. Dr. Martin Hessmann, Petra Richter, Dr. Jürgen Klotz, Harald Jeguschke, Prof. Dr. Konrad Schwager