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Kita-Präventionspreis: Erste Plätze für Einrichtungen in Darmstadt und Bad Nauheim

Insgesamt 44 Kitas aus ganz Hessen haben sich mit ihren Projekten für den Kita-Präventionspreis beworben. Bereits zum vierten Mal hat die AOK Hessen wirksame und nachhaltige Ideen zur Gesundheitsförderung in insgesamt drei Kategorien gesucht. Erste Plätze belegen diesmal Einrichtungen aus Darmstadt und Bad Nauheim. In der Gießener Stadthalle fand hierzu am heutigen Donnerstag ein Festakt vor über 300 Gästen statt.

Die Moderation übernahm Präventionschefin Kerstin Roth, die auch der dreiköpfigen Jury vorsteht: „Wir waren erneut erstaunt über die Variationsbreite der Einsendungen. Man könnte meinen, dass sich vieles von Jahr zu Jahr wiederholt, aber das ist in weiten Teilen überhaupt nicht der Fall. Doch nicht nur von der Originalität der Projekte waren wir begeistert, sondern auch von der Stringenz in der Umsetzung.“ Wie im Vorjahr gab es drei Kategorien: Kindergesundheit, ErzieherInnengesundheit und Elternpartizipation. Die jeweils ersten Plätze bekamen einen Geldpreis in Höhe von 3.000 Euro zuerkannt, zweite Plätze 2.000 Euro und dritte Plätze 1.000 Euro. Somit sind insgesamt 18.000 Euro an die Gewinner geflossen.

Unter allen neun Siegern sind zwei Einrichtungen aus Darmstadt und zwei aus Gießen-Linden. Weitere Gewinner kommen z. B. aus Bad Zwesten, Kassel und Bad Camberg. Das Spektrum der Aktivitäten ist breit, reicht von der Chill-Out-Zone im Kita-Garten über Elternfitness bis zu einem Programm zur „hundegestützten Intervention“, in denen die Besuchshunde Grimm und Unfug zum Einsatz kommen, so in der Städtischen Kita „Die Sichler“ in Bad Nauheim, was die Jury letztlich auch zu einem ersten Platz bewog. Die jeweils ersten Plätze zeichnen sich ohnehin durch besonders überzeugende und mehrteilige Gestaltung aus. Die „Lindener Zwerge“ (2. Platz Kindergesundheit), die Einrichtung besteht schon seit 104 Jahren, in „Was schenkt uns die Natur“ werden ihre Schützlinge an ökologische Landwirtschaft, Tierzucht und Lebensmittelherstellung heran geführt. Gemeinsam mit Müttern wurden Hoch-Beete gebaut, Obstbäume gepflanzt, eine Kläranlage in Schöffengrund besucht und der Wasserkreislauf thematisiert.

Im Bereich der ErzieherInnengesundheit liegen „Die wilden Hummeln DATG“ aus Darmstadt ganz vorne. Ausgehend von einem relativ hohen Krankenstand, einem starken Lärmpegel und überdurchschnittlicher Arbeitsbelastung wurde die Gesundheitsförderung fest in den Arbeitsalltag integriert. Das reicht von wöchentlicher Rückenfitness über Yogakissen bis hin zu einem Teamtag, an dem neben anderen Themen auch die Stressbewältigung in den Blick genommen wurde. Außerdem kooperiert die Kita mit einem Fitness-Studio, und dies ist nur ein kleiner Ausschnitt des umfänglichen Maßnahmenpaketes. Auch bei der Elternpartizipation hat Darmstadt die Nase vorn: Die Integrative Kindertagesstätte St. Elisabeth bewirtschaftet einen Saisongarten auf dem Oberfeld in Demeter-Qualität, und hier sind die Eltern aktiv beteiligt. Es wird Unkraut gezupft, gehackt, gepflanzt, gegossen, sogar an Wochenenden. Zum Erntedankfest wird der Garten abgeerntet und im Kindergarten eine Gemüsesuppe gekocht. Hier haben die Kinder Gelegenheit – und für die meisten von ihnen ist es sogar eine Premiere – Gemüse wie Fenchel, Pastinaken, Schwarzwurzeln oder Mangold kennenzulernen.

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