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Fuldaer Posaunenchor

Die genauen Anfänge bleiben im Dunkeln: Die Chronik des Fuldaer Posaunenchors beginnt mit den Worten „Irgendwann im Sommer 1946 ergriff der damalige Gemeinde-Diakon Karl Lohaus die Initiative, in Fulda einen Posaunenchor zu gründen“. So viel steht fest: Die Initiative wurde umgesetzt. Und so können die kirchlichen Blechbläser, die heute als „Posaunenchor der Evangelischen Gesamtgemeinde Fulda“ firmieren, mit Fug und Recht in diesen Tagen ihr 70-Jähriges feiern.

Gründer Karl Lohaus, der schon vor dem 2. Weltkrieg als Kirchenmusiker aktiv gewesen war, musste nach seiner Rückkehr aus dem Krieg nach neuen Aufgaben suchen, da seine alte Stelle wieder besetzt war. So machte er sich auf die Suche nach Blechblasinstrumenten – und Menschen, die darauf spielen wollten. Mit ihnen begann er, den Posaunenchor aufzubauen. Einen ersten Foto-Beweis dafür gibt es aus dem Jahr 1948, Das Bild  zeigt einen fünfköpfigen Mini-Chor. Imposanter als dieses erste Gruppenbild ist eine andere historische Fotografie: Als 1949 die Kriegsschäden an der Christuskirche so weit beseitig waren, dass sie wieder als Gotteshaus dienen konnte, zogen die Gläubigen in einer Prozession vom Ausweichquartier in der Alten Universität zur Lindenstraße – angeführt vom Posaunenchor.

Der Bläserchor wuchs und veränderte sich. Lohaus übergab 1952 die Leitung der Musiker an Gerhard Kanis, dem nach zwei Jahren Hans-Helmut Reinmöller folgte, der diese Aufgabe 20 Jahr lag übernahm, bis er 1974 erst 43-jährig plötzlich starb. Seine Nachfolger als Chorleiter waren der heute noch mitspielende Günther Chmiel und Rudolf Dübler (1977 bis 1997). Seitdem liegt die Chorleitung in den Händen von Joachim Enders, der sich die Aufgabe zunächst mit Dr. Michael Fuchs geteilt hatte. .Zurzeit zählt der Chor 24 Bläserinnen und Bläser, von denen bei den wöchentlichen Proben und jährlich etwa 25 bis 30 Einsätzen 12 bis 18 aktiv sind. Eines verbindet die Bläser von heute mit den Gründern von 1946 und allen Nachkommenden: Sie musizieren, um das Gotteslob bei Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen erklingen zu lassen.
Seinen „Geburtstag“ feiert der Posaunenchor selbstverständlich mit Musik: Für Samstag, 16. Juli, 20 Uhr, lädt er zu einer Serenade an die Christuskirche ein. Je nach Wetterlage werden vor oder in der Kirche Musikstücke aus dem breit gefächerten Repertoire des Posaunenchors erklingen. Pfarrer Fried-Wilhelm Kohl bereichert den Abend mit ausgewählten Texten.

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