Rund 2000 zugewiesene Asylbewerber leben aktuell im Landkreis Fulda. Sie sind unter anderem in Jugendherbergen, Bildungsstätten, Gasthöfen oder Hotels untergebracht, die relativ kurzfristig zu Gemeinschaftsunterkünften umfunktioniert wurden. Weil auch in Zukunft mit weiteren Flüchtlingen zu rechnen ist, sucht der Landkreis Fulda sowohl nach Liegenschaften, die sich für die Unterbringen von mindestens 20 Personen eignen, als auch nach privatem Wohnraum für Menschen mit einer Bleibeperspektive.
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„Die Aufnahme und Unterbringung von Asylbewerbern wird bis auf Weiteres zentral durch den Landkreis umgesetzt, koordiniert und gesteuert“, erklärt Jürgen Stock, Leiter des Fachbereichs Arbeit und Soziales. Die Mehrzahl der kreisangehörigen Städte und Gemeinden habe zum jetzigen Zeitpunkt Flüchtlinge aufgenommen. „Mittelfristig“, so Stock, „werden wohl in allen Städten und Gemeinden des Landkreises Flüchtlinge leben.“
Für die bleibeberechtigten Flüchtlinge, die in der Folge auch Grundsicherungsleistungen (Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe) beziehen, sucht der Landkreis eine große Zahl an Privatwohnungen. „Zwischen 50 und 60 Prozent der zugewiesenen Flüchtlinge haben eine Bleibeperspektive“, weiß Jürgen Stock. „Diese Menschen kommen überwiegend aus Syrien und dem Irak.“ Aktuell sei der Aufenthaltsstatus bei rund 200 Flüchtlingen, die noch in Gemeinschaftsunterkünften leben, geklärt. „Diese Menschen – meistens Familien – warten auf eine eigene Wohnung“, verdeutlicht Stock.
Bei der Wohnungssuche und -vermittlung arbeitet der Landkreis mit den Städten und Gemeinden Hand in Hand. Denn inzwischen gibt es in jeder Kommune einen Ansprechpartner, an den sich interessierte Vermieter mit ihren Wohnungsangeboten für Flüchtlinge wenden können. „Diese Angebote werden an die Kreisverwaltung weitergeleitet und geprüft, denn es gibt bestimmte Kriterien, die zu beachten sind“, erklärt der Fachbereichsleiter.
Um welche Kriterien es sich genau handelt, kann man bei den Ansprechpartnern in allen Kommunen des Landkreises Fulda erfragen oder auf der Website des Landkreises nachlesen. „Den Vermietern ist insbesondere an einer größtmöglichen Verlässlichkeit bei den Mietzahlungen gelegen. Unter bestimmten Bedingungen kann das Kreisjobcenter oder das Sozialamt den Betrag direkt an den Vermieter überweisen“, so Stock, der auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger durch zahlreiche Wohnungsangebote hofft.
Die relevanten Infos zum Thema finden Interessenten im Internet unter www.landkreis-fulda.de, Rubrik Arbeit und Soziales/Zuwanderung/Unterbringung von Flüchtlingen.