Das Demenzforum Stadt und Landkreis Fulda veranstaltete eine Fachtagung „Pflege und Demenz“ für Pflege- und Betreuungskräfte im Bonifatiushaus. Die Koordinatorin des Demenzforums, Maritta Jäger, konnte neben den Referenten zahlreiche Teilnehmer im vollbesetzten Auditorium begrüßen.
Erster Kreisbeigeordneter Frederik Schmitt zeigte sich erfreut, dass ein solcher Fachtag erstmals im hiesigen Raum stattfinden konnte. In seinen Begrüßungsworten ging er auf die Notwendigkeit gut geschulten Personals ein, um auch künftig den hohen fachlichen und menschlichen Anforderungen der dementiellen Pflege und Betreuung gerecht werden zu können.
Dr. Martin Klek erläuterte in seinem Vortrag ausführlich die unterschiedlichen Demenzformen, wobei Alzheimer eine der am häufigsten auftretenden Erkrankungsformen ist. Neben der Wichtigkeit einer gezielten Diagnostik und medikamentösen Therapie wurde auch ein umfassendes Maßnahmenpaket nicht medikamentöser Möglichkeiten vorgestellt.
Zum Thema freiheitsentziehende Maßnahmen erläuterte Dietmar Bug die Inhalte und Methoden des „Werdenfelser Wegs“ und regte damit eine lebhafte Diskussion über die Vorgehensweisen im praktischen Alltag an. Professor Dr. Kathrin Kohlenberg-Müller rundete das Vormittagsprogramm mit einem Vortrag zum Thema „Ernährung und Demenz“ ab.
Am Nachmittag konnten sich die Teilnehmer in verschiedenen Workshops mit Demenz in Bezug auf Ernährung, musikalische Aktivierung, Mobilisation und Bewegung sowie basale Stimulation beschäftigen und am praktischen Beispiel selbst ausprobieren. Fachfirmen aus der Region und Schüler/innen der Caritas Altenpflegeschule hatten eine Ausstellung zu Betreuungsangeboten zusammengestellt.

